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Uniklinikum und Universität wollen Pflegekräften den Weg zum Arzt-Job erleichtern. 

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Uniklinik Gießen: Gravierende Veränderung für Pflegekräfte

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Die Justus-Liebig-Universität und das Uniklinikum wollen "hochmotivierte Pflegekräfte" unterstützen, die Arzt oder Ärztin werden wollen und deshalb ein Medizinstudium anstreben.

Gießen - Dazu wurde die Auswahlsatzung der Hochschule für den Studiengang Medizin so geändert, dass examinierte Angehörige medizinischer Pflegeberufe mit Berufserfahrung bei der Bewerbung Bonuspunkte erhalten. Dadurch hätten sie bei einer Abiturnote bis ca. 2,3 gute Zulassungschancen zum Medizinstudium in Gießen, heißt es in einer Mitteilung.

Hintergrund dieser Initiative ist die bekannte Tatsache, dass ein "Super-Abitur" keineswegs die Garantie dafür ist, dass jemand eine gute Ärztin oder ein guter Arzt wird. Deshalb gibt es seit vielen Jahren verschiedene Wege in den Beruf, die beispielsweise vorherige Ausbildungen berücksichtigen.

Uniklinik Gießen: Arbeitsvertrag zur Finanzierung

Allerdings haben die bisherigen Erfahrungen auch gezeigt, dass die Erfolgsaussichten für die Prüfungen insbesondere in den naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern des Medizinstudiums und das Bestehen des Physikums (M1-Examen) sehr eng mit der Abiturnote zusammenhängen. "Deswegen bietet das Universitätsklinikum Gießen ab sofort ein besonderes Förderprogramm für Studierende der Medizin mit einem Abschluss als examinierte Pflegekraft an", sagt der Ärztliche Geschäftsführer Prof. Werner Seeger. 

Dieses beinhaltet unter anderem die kostenlose Aufnahme in ein spezielles Schulungsprogramm im Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer des Studiengangs Medizin sowie Intensivkurse zur systematischen Prüfungsvorbereitung. Zudem erhalten diese Medizinstudenten einen Arbeitsvertrag im Umfang einer Drittelstelle am Universitätsklinikum zur Finanzierung des Lebensunterhalts während des Studiums.

Quelle: Gießener Allgemeine

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