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Tonschlämme gelangen in die Wieseck

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Eine Umweltgefahr geht von den Tonschlämmen nicht aus, sagt die Feuerwehr. © Rüdiger Schäfer

Gießen (ige). Die Meldung »Öl auf Bach in der Bismarckstraße« schreckte als Alarm am Mittwochvormittag um 8.30 Uhr die Feuerwehr, die MWB (Mittelhessische Wasserbetriebe) sowie die Polizei auf. Schaute man von der Wieseckbrücke über die Bismarckstraße allerdings flussaufwärts, so war außer klarem Wasser nichts zu erkennen. Von der anderen Seite, flussabwärts, war das Wieseckwasser jedoch milchig trüb gefärbt.

Des Rätsels Lösung war schnell gefunden. Denn der Klingelbach, der ab dem Heegstrauchweg unterirdisch weiterfließt, mündet direkt unter der Brücke in die Wieseck und brachte vermeintlich verunreinigtes Wasser mit, das sich dort in die Wieseck ergoss. Es stellte sich dann heraus, dass die weißliche Färbung von Tonschlämmen aus Tongruben im Schiffenberger Tal (ehemals Gail) herrührte. Durch den starken Regen der vergangenen Nacht seien diese Tonschlämme über Entwässerungsgräben in den Klingelbach geflossen, teilten Dieter Steih (Berufsfeuerwehr) und Frank Pfeifer (MWB) der Presse vor Ort mit.

Eine Umweltgefährdung bestehe dadurch nicht, wurde ausdrücklich erklärt.

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