Swanski gestaltet Fassade in der Mühlstraße

In luftiger Höhe hat am Freitag Straßenkünstler Swanski damit begonnen, die fensterlose Fassade eines Hauses in der Mühlstraße zu bemalen.

Statt brauner Backsteine erblicken Passanten künftig überdimensionale Fabelwesen in starkem Farbkontrast von Grün, Pink, Schwarz und Weiß. Swanski, der am Donnerstagnachmittag angereist war und am Samstag sein Werk bereits vollendet haben will, lässt sich bei seiner spektakulären Arbeit mit Pinsel und Acryl und mithilfe eines Krans gerne zuschauen – auch wenn gestern der Regen vorübergehend Probleme bereitete.

Pawel Kozlowski hat sich unter dem Pseudonym Swanski bereits international an zahlreichen Fassaden verewigt. Seine riesigen, teils das gesamte Haus umhüllenden Wandgemälde wirken mit ihrem märchenhaften Figurenrepertoire ganz anders als gesprayte Graffiti. Swanskis Drachen, Fische, Seeschlangen und ähnliche Fantasiefiguren sind aber auch in Kunsthallen und auf T-Shirts zu sehen, die der Pole über seine eigene Bekleidungs- und Designfirma Turbokolor vertreibt. Auch Skateboards hat er gestaltet und für Volvo, Pepsi oder MTV gearbeitet. 2001 hat er zudem das Designstudio Swanarts gegründet.

Der Familienvater tourt regelmäßig mit seiner Kunst durch Europa. Wer Beispiele seines kreativen Schaffens sehen möchte, das unter anderem vom japanischen Maler Katsushika Hokusai, Albrecht Dürer oder dem amerikanischen Plattencover-Künstler Raymond Pettibon inspiriert ist, der kann dies auf der Homepage www.swanofobia.com tun.

Während seines Grafikstudiums in Kassel hatte der 1980 geborene Swanski Kontakt zu Frank Loth geknüpft, der in der Gießener Bahnhofstraße einen Skatershop betreibt. Dessen Schaufenster hat der Warschauer bereits vor einigen Monaten gestaltet. Nun steht mit der rund 60 Quadratmeter großen Wand wieder ein größeres Projekt auf seiner Agenda. gl/Foto: Schepp

Quelle: Gießener Allgemeine

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