Stupa-Wahl: Historischer Sieg für Jusos

Gießen (si). Die Jusos haben die diesjährigen Wahlen zum Studentenparlament der Justus-Liebig-Universität mit großem Vorsprung gewonnen.

Von den 33 Sitzen, die vergeben wurden, errang die SPD-nahe Hochschulgruppe allein 14 – drei mehr als im vergangenen Jahr. Das ergab die am Montagabend beendete Auszählung. Damit errangen die Jusos auch einen historischer Sieg. Denn so stark war noch keine Liste in der knapp 50-jährigen Geschichte des "Stupa" an der Gießener Hochschule.

Zweitstärkste Fraktion wird Unigrün. Sie verlor einen Sitz und stellt jetzt noch sechs Mandatsträger.

Beide Gruppen hatte bereits im vergangenen Jahr den Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) gestellt, die "Regierung" der Verfassten Studentenschaft. Zur Zeit spricht alles dafür, dass dieses Bündnis in den kommenden zwölf Monaten auf breiterer Basis weiterarbeitet. Die Gespräche hierzu sollen in den nächsten Wochen geführt werden, kündigten beiden Gruppen im Gespräch mit dieser Zeitung an.

Ansonsten gab es wenig Veränderungen. Die konservative Studentenunion ist mit fünf Mandaten (plus 1) jetzt drittstärkste Kraft. Unsere Uni stellt unverändert vier Parlamentarier. Auf jeweils einen Sitz kommen wie zuletzt Demokratische Linke, Liberale Hochschulgruppe und (erstmals) die Queere Liste. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 20 Prozent – war also weiter sehr schwach, wenn auch etwas höher als zuletzt.

Eine deutliche Mehrheit gab es bei der parallel laufenden Abstimmung für das Theaterticket. Knapp 70 Prozent votierten für das schon unterschriftsreif ausgehandelte Projekt, wonach Studenten gegen einmalig 1,50 Euro pro Semester beliebig oft ins Gießener Theater gehen können. Zur Verfügung stehen alle Eintrittskarten, die drei Tage vor Aufführung noch nicht verkauft sind. Weil das Ticket nur kommt, wenn alle 26 500 JLU-Studierenden darauf verpflichtet werden, bringt das dem Theater garantierte Einnahmen von jährlich knapp 80 000 Euro (drei Euro pro Student und Jahr).

Quelle: Gießener Allgemeine

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