Tour der Hoffnung

Bei 35. Spendenfahrt erneut Rekordmarke im Blick

  • Burkhard Möller
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Am Mittwoch startet die 35. Auflage der Tour der Hoffnung zugunsten krebskranker Kinder traditionell wieder in Gießen. Die Radler haben dabei die nächste Rekordmarke im Blick.

Kontinuität ist die große Stärke der Tour der Hoffnung: Seit 1983 sammeln Mediziner mit Unterstützung von Prominenten und zahlreichen Firmen sowie der Politik Spenden für Kinderkrebskliniken, Forschungslabbore und Elternvereine. Die Spendensumme in Millionen Euro ist mittlerweile höher als die Zahl der Spendenfahrten und könnte bei der diesjährigen Auflage an der Marke von 40 Millionen Euro kratzen. Damit ist die TdH die größte, privat organisierte Charityveranstaltung Deutschlands. In den fünf Tagen im August wird auch immer wieder Neues geboten, so auch ab dem morgigen Mittwoch beim Prolog in und rund um Gießen – und übermorgen auf der ersten langen Etappe mit Start in Marburg.

Großer Bahnhof in Hüttenberg

Denn die wird erstmals auch durch den Kreis Gießen führen. Am Donnerstagmorgen starten die Männer und Frauen in den grünen Trikots in Marburg zu einer 100 Kilometer langen Etappe bis vor die Tore Frankfurts. Dabei legt der Tross in Lollar-Ruttershausen bei der Firma Weimer um 10.40 Uhr einen etwa halbstündigen Spendenstopp ein, ehe es gen Süden durch Gießen und Linden weitergeht.

Ein großer Bahnhof erwartet die TdH in Hüttenberg am Sportzentrum, wo Gemeinde der TV 05 und weitere Ortsvereine ein rund einstündiges »Fest im Zeichen der Hilfe« vorbereitet haben, wie Organisator Reinhard Schargitz ankündigt. Durchgesickert ist, dass bei verschiedenenen Aktionen im Vorfeld über 20 000 Euro für die TdH zusammengekommen sind. Am Nachmittag geht es dann durch die Wetterau mit Stationen in Butzbach und Bad Nauheim bis zum Tagesziel nach Rossbach.

Auftaktabend erstmals bei Rinn

Aber zurück zum morgigen Prologtag durch den Kreis Gießen. Knapp 65 Kilometer sollen zwischen dem Start bei den Stadtwerken in der Lahnstraße und dem Ziel am frühen Abend im Rinn Ideengarten in Heuchelheim zurückgelegt werden. Ein Dutzend Spendenstopps sind in Gießen, Lollar, Fernwald, Lich und Pohlheim eingeplant. Viel los sein wird wohl wieder vor allem bei den Empfängen in Steinbach, Lich, Pohlheim und bei der Möbelstadt Sommerlad im Schiffenberger Tal mit Livemusik, Fallschirmabsprüngen und natürlich den »Promis« der Tour. Unter anderem Magdalena Neuner, Henry Maske und Johannes B. Kerner haben für den Gießener Prolog zugesagt.

Womöglich wird es morgen Abend, wenn die Tour erstmals bei der Firma Rinn feierlich eröffnet wird, einen Spendenrekord für den ersten Tag geben. Denn angekündigt ist die Übergabe von 500 000 Euro. Der größte Batzen dürfte auf die Vortour entfallen, die die Unterstützer aus Rheinland-Pfalz um Tour-Sprecher Jürgen Grünwald jedes Jahr in den Tagen vor dem Gießener Start im Südwesten durchführen. Für ein Grußwort hat sich Ministerpräsident Volker Bouffier angekündigt.

In den beiden Tagen danach geht es über weitere gut 150 Kilometer: am Freitag zunächst von Frankfurt nach Darmstadt und am Samstag von Groß-Bieberau durch den Odenwald zur Kinderklinik in Heidelberg, diesjähriges Ziel der TdH.

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