Sicherheit ist kein Selbstzweck

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Handschuhe, Atemschutz, richtiges Tragen und Heben – neben weiteren Sicherheitsvorkehrungen gehört dies zum Arbeitsalltag in vielen Handwerksberufen. In der Willy-Brandt-Schule informierten Experten mit praxisnahen Beispielen aus verschiedenen Fachrichtungen über das Thema Arbeitsschutz. "Sicherheit ist kein Selbstzweck", sagt Regierungspräsident Christoph Ullrich. Arbeitnehmer und Arbeitgeber profitierten beide von einem sicheren Arbeitsumfeld. Zum zehnten Mal hatte die Willi-Brandt-Schule gemeinsam mit dem Verband "Farbe Gestaltung Bautenschutz Hessen" zur Aktion "Sicherer Start" Auszubildende des Maler- und Lackiererberufs eingeladen.

Handschuhe, Atemschutz, richtiges Tragen und Heben – neben weiteren Sicherheitsvorkehrungen gehört dies zum Arbeitsalltag in vielen Handwerksberufen. In der Willy-Brandt-Schule informierten Experten mit praxisnahen Beispielen aus verschiedenen Fachrichtungen über das Thema Arbeitsschutz. "Sicherheit ist kein Selbstzweck", sagt Regierungspräsident Christoph Ullrich. Arbeitnehmer und Arbeitgeber profitierten beide von einem sicheren Arbeitsumfeld. Zum zehnten Mal hatte die Willi-Brandt-Schule gemeinsam mit dem Verband "Farbe Gestaltung Bautenschutz Hessen" zur Aktion "Sicherer Start" Auszubildende des Maler- und Lackiererberufs eingeladen.

"Wir möchten Lehrlingen einen gefahrlosen Einstieg in die Lehre ermöglichen", erläutert Ingeborg Totzke, Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des Maler- und Lackiererhandwerks Hessen. "Junge Arbeitnehmer haben ein höheres Unfallrisiko als erfahrenere Kollegen." Deswegen stellt der Verband einen Knigge für Azubis zur Verfügung, um die Grundsätze des Arbeitsschutzes zu vermitteln.

Experten des Regierungspräsidiums waren ebenfalls vor Ort und informierten zu den Themen Haut- und Handschutz sowie der richtigen Verwendung von Leitern und Gerüsten. "Bei Farben, Lacken und Verdünnungsmitteln muss immer auf den Gebrauch von Handschuhen geachtet werden", sagt Betina Schuch, Arbeitsschutzexpertin beim RP Gießen. Im Fall eines Unfalls wird auch auf den richtigen Einsatz von Desinfektions- und Reinigungsmitteln hingewiesen. Denn: Viele Flüssigkeiten sind ätzend und müssen nach einem Unfall neutralisiert werden.

"Es existieren viele Beispiele von Arbeitsunfällen. Teilweise mit tragischem Ausgang", sagt Christoph Ullrich. Aktionstage wie der "Sichere Start" seien gerade bei Berufsstartern wichtig, um Unfällen vorzubeugen. Dazu gehört auch der Gebrauch von Sicherungsequipment bereits in geringen Höhen. Der sichere Stand von Leitern wird oft überschätzt.

Die RP-Experten gaben praktische Beispiele, wie das Arbeiten in kleinen und großen Höhen ohne Zwischenfall funktioniert. Auch die Berufsgenossenschaft Bau war beim Aktionstag vertreten und stellte Gefahrstoffe im Maler- und Lackierbereich, rückenschonendes Arbeiten sowie Möglichkeiten zum Fuß- und Kopfschutz vor.

Speziell für Fahrzeuglackierer gab die Firma 3m eine Einführung zu Atemschutz. Hierbei kamen mögliche Atemwegsverletzungen zur Sprache, verzichtet man auf die zahlreichen Filtermethoden. Neben praktischen Beispielen für einen unfallfreien Arbeitsplatz gab Daniela Zahrt von der AOK Hessen Informationen, welche Tätigkeiten von Auszubildenden ausgeübt werden dürfen und wann Gesellen und Meister übernehmen müssen. Rechte und Pflichten von Lehrlingen sind bei diesen Fachvorträgen ebenso Inhalt wie Tipps aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz. So muss einem Lehrling nach sechs Stunden Arbeitszeit eine Ruhepause von mindestens einer Stunde ermöglicht werden.

Quelle: Gießener Allgemeine

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