Selma Kögler "überwältigt von Hilfsbereitschaft" der Leser

Gießen (cg). Es geht voran, ein Auto ist gefunden und bereits bestellt – und viele GAZ-Leser haben ihre Unterstützung angeboten und/oder Geld gespendet. – Im Dezember hatte die Redaktion den schwierigen Alltag von Selma Kögler und ihren Zwillingen geschildert und damit eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.

Max und Paul kamen als "extreme Frühchen" in der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt. Der Überlebenszustand beider Kinder war kritisch, und Max erlitt eine irreparable Hirnschädigung in der rechten Hirnhälfte, was zur Erblindung führte und lebenslange körperliche und geistige Einbußen zur Folge hat. Die alleinerziehende Kriminalbeamtin wünscht sich einen möglichst normalen Alltag mit ihren Kindern, sie hat jedoch immer wieder viele Hürden zu nehmen. Ein großes Problem ist die Wohnsituation. Selma Kögler lebt mit ihren Kindern im fünften Stock eines Mietshauses, in dem der enge Aufzug nur bis in den vierten Stock reicht. Da die junge Frau ihren Max und sämtliches Gepäck mehrere Male täglich tragen muss, sucht sie dringend eine neue Wohnung. Diese sollte barrierefrei sein (oder der Vermieter müsste mit einem Umbau, der teilweise von der Pflegekasse mitfinanziert würde, einverstanden sein) und vier Zimmer haben.

Drei Zimmer reichen nicht aus, schildert Selma Kögler, denn aufgrund der extrem schweren Pflegesituation von Max, die häufige nächtliche Unterbrechungen mit sich bringt, komme die Familie bei nur zwei Schlafzimmern nicht zur Ruhe.

Noch keine Wohnung in Sicht

Das zweite große Problem wird bald behoben sein, und dazu haben die GAZ-Leser beigetragen: Die Köglers bekommen ein neues Auto, das zum Teil mit Spenden finanziert werden kann. Bestellt wurde ein VW-Minivan, der behindertengerecht umgebaut wird und in dem auch der Rollstuhl für Max (der schon lange beantragt, aber noch nicht da ist) transportiert werden kann. 4000 Euro haben GAZ-Leser in den vergangenen Wochen gespendet, 6000 Euro bekam die Familie von der Reiskirchener Initiative "Hilf Deinem Nachbarn". Das Geld reicht zwar für den Wagen noch nicht aus, doch freut sich Selma Kögler riesig: "Ich bin überwältigt von so viel Hilfsbereitschaft und freue mich sehr, dass es doch immer wieder optimistisch in die Zukunft geht – egal, wie ausweglos manchmal alles scheinen mag." Durch Vermittlung des Sozialdienstes katholischer Frauen – Max und Paul besuchen das integrative Kinderhaus St.

Martin – gibt es nun auch die Möglichkeit, über den Lions Club Wetzlar zu spenden (und hierfür auf Wunsch eine Quittung zu erhalten).

Die Zwillinge bekommen von all den mühseligen Verhandlungen ihrer Mutter nichts mit – uns so soll es auch sein. Max und Paul feierten kürzlich ihren vierten Geburtstag: Mit Verwandten, Freunden und bunten Geschenken.

Wer für Selma Kögler und ihre Kinder spenden möchte, kann dies tun:

1) Lions Förderverein Wetzlar

Commerzbank Gießen

Stichwort Selma Kögler

Kontonummer: 945408100

Bankleitzahl: 513 800 40

2) Privatkonto Kögler:

Kontonummer: 55 36 83 69 12

Institut: ING DiBa

Bankleitzahl: 500 105 17

Wer Kontakt mit Selma Kögler aufnehmen möchte, kann das über die Redaktion tun: Telefon 06 41/30 03-1 66, E-Mail: redaktion@giessener-allgemeine.de.

Selma Kögler kämpft für ihre Zwillinge Max und Paul Große Hilfsbereitschaft für Max und Paul

Quelle: Gießener Allgemeine

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