1. Wetterauer Zeitung
  2. Stadt Gießen

Sechs Wiesecker Künstler im Heimatmuseum

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Gießen (rha). In Wieseck schlummert jede Menge künstlerisches Talent. Davon zeugte schon die erste Sonderausstellung im Wiesecker Heimatmuseum vor zweieinhalb Jahren, bei der Werke von Heinrich Abel zu sehen waren. Weil der Heimatverein auch anderen lokalen Künstlern eine Plattform bieten wollte, hat er nun eine weitere Sonderausstellung organisiert. Gezeigt werden dabei Bilder von gleich sechs verschiedenen Wieseckern.

Gießen (rha). In Wieseck schlummert jede Menge künstlerisches Talent. Davon zeugte schon die erste Sonderausstellung im Wiesecker Heimatmuseum vor zweieinhalb Jahren, bei der Werke von Heinrich Abel zu sehen waren. Weil der Heimatverein auch anderen lokalen Künstlern eine Plattform bieten wollte, hat er nun eine weitere Sonderausstellung organisiert. Gezeigt werden dabei Bilder von gleich sechs verschiedenen Wieseckern.

Zu sehen sind unter anderem Werke von Hartmut Schmidt, der bei seinen Mal- und Zeichentechniken auf ein umfangreiches Repertoire zurückgreifen kann. Nach einer zeichnerischen Ausbildung lernte er Farbenkunde in Darmstadt. Später wurde er zur Aquarellmalerei inspiriert. Diese Einflüsse zeigen sich auch in seinen Bildern.

Florale Motive zeigen die Bilder von Gerd Hengst, der von seinen Kindern einen Malkurs an der Volkshochschule zur Rente geschenkt bekam. Dort malte er zur gleichen Zeit wie Edmund Bettin, dessen Bilder ebenfalls Teil der Ausstellung sind. Bettin hatte den VHS-Kurs ähnlich wie Hengst von seiner Tochter Ute Schäfer geschenkt bekommen. Diese wiederum malt auch und ist selbst mit einigen Gemälden im Heimatmuseum vertreten. Auch bei der Familie Mank scheint das künstlerische Talent in der Familie zu liegen.

Rolf Mank-de Vries, dessen Gemälde auch Teil der Sonderausstellung sind, wies bei der Vernissage auf die Wiesecker Motive in den Bildern seines Vaters Kurt Mank hin. »In diesen Bildern ist noch der dörfliche Charakter von Wieseck zu sehen«, so Mank-de Vries. Dieses ländliche Wieseck von einst sei inzwischen längst verschwunden. Für seinen Vater sei die Malerei nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft eine Möglichkeit gewesen, sein Trauma aufzuarbeiten und die Orte seiner Jugend auferstehen zu lassen.

Drei bis vier Monate haben Interessierte noch Gelegenheit, diese künstlerischen Blickwinkel auf und aus Wieseck zu entdecken. Aktuell werden außerdem einige Exponate des Malers Otto Ubbelohde gezeigt.

Auch interessant

Kommentare