Schwere Wege, leichter Gesang

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Auf große Resonanz traf am Samstag das Benefizkonzert zum fünfjährigen Bestehen des Hospizes Haus Samaria. In der Johanneskirche musizierten drei Gießener Bands zur Unterstützung der Einrichtung; in prägnanten Reden wurden die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer sowie die Förderer der Einrichtung ausdrücklich wertgeschätzt. Musikalisch war das Ganze eine runde, handwerklich hochwertige Sache.

Auf große Resonanz traf am Samstag das Benefizkonzert zum fünfjährigen Bestehen des Hospizes Haus Samaria. In der Johanneskirche musizierten drei Gießener Bands zur Unterstützung der Einrichtung; in prägnanten Reden wurden die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer sowie die Förderer der Einrichtung ausdrücklich wertgeschätzt. Musikalisch war das Ganze eine runde, handwerklich hochwertige Sache.

Zu Beginn hörte man ein Gedicht der Autorin Hilde Domin, vorgetragen von Betreuerin Sabine Lohmann. Mit "Die schwersten Wege werden alleine gegangen" gab sie eine besinnliche Richtung vor. Der Geschäftsführer am Agaplesion Evangelischen Krankenhaus, Sebastian Polag, begrüßte die Gäste, insbesondere "die Gründungsväter und -mütter", und charakterisierte den Konzern als "an christlichen Werten orientiert". Zudem sei er "unglaublich stolz auf die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer". Die Landrätin Anita Schneider sei leider verhindert gewesen, habe aber zugesichert, dass sie "eine ordentliche Spende abdrücken" werde.

Das große Gefühl dominiert

In seinem Rückblick ("der muss weiter reichen als fünf Jahre") sagte der Leiter Peter Weissner, man habe im Verein schon deutlich länger um die Einrichtung des Hauses gekämpft. Klar sei jedoch stets gewesen, dass "jeder an etwas ganz Bedeutendem" arbeite. Ausdrücklich lobte er die Mitarbeiter und dankte der Bevölkerung für ihre kreative Unterstützung der Einrichtung.

Den ersten Auftritt hatte das Gießener Duo Paul Simpson Project mit Sängerin Jessica Simpson und Gitarrist Bernd Paul. Simpson griff in ihrer geistlich akzentuierten Moderation den Anfangsakzent des Abends auf und glänzte ansonsten mit stark Bluesigem und Soulgesang. Insgesamt dominierte das große Gefühl, zuweilen gab es dramatische Soulelemente. Paul zeigte sich wie gewohnt als routinierter und ebenso sensibler Begleiter, der sachgerecht die musikalischen Akzente setzte; es gab starken Beifall.

Anschließend spielten Sängerin Nora Schmidt und Keyboarder Tobias Lauter ein kurzes Programm mit sehr breitem Spektrum. Schmidt zeigte sich dabei in deutschen Liedern und französischen Chansons ebenso bewandert wie in Leonard Cohens weltberühmtem Spiritual "Hallelujah", das sie als Glanzlicht musizierte. Mit Lauters überaus kompetenter und sensibler Begleitung war das eine angenehm kraftvolle Vorstellung.

"I saw the light" als Glanzlicht

Den dritten Set bestritt die "Manu-Michaeli-Band", ein Quintett mit Schwerpunkt auf der akustischen Gitarre. Michel Hahn (Gitarre), Marianne Kosaca (Geige), Manu Michaeli (Gesang), Rolf Weinreich (Gitarre, Gesang), Karsten Hellhund (Perkussion) stammen aus verschiedenen Bands und Chören in der Region. Kraftvoll präsentierten sie deutsche Lieder sowie geistliche Titel. Ein Höhepunkt war das mitreißende Spiritual "I want Jesus to walk with me".

Im Finale traten alle drei Bands, vor allem drei kraftvolle Sängerinnen, gemeinsam auf die Bühne. Das Glanzlicht des intensiven Sets war "I saw the light". Die Ensembles brachten das Spiritual äußerst kraftvoll und klangschön über die Rampe, es gab donnernden Beifall, und am Ende stehende Ovationen für ein gelungenes Konzert. Pfarrerin Gabriele Dietzel sprach ein Segenswort. Hinterher waren die Besucher ausdrücklich zum Gespräch mit den Samaria-Mitarbeitern eingeladen.

Quelle: Gießener Allgemeine

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