Schnupperstudium ist stark gefragt

Gießen (si). Die beiden Gießener Hochschulen sind auch in diesem Jahr eine gefragte Adresse für das Schnupperstudium.

Gießen (si). Die beiden Gießener Hochschulen sind auch in diesem Jahr eine gefragte Adresse für das Schnupperstudium. 3500 Schülerinnen und Schüler aus Mittel- und Osthessen - fast alle aus den Jahrgangsstufen 12 und 13 - haben sich für die zweitägigen Studieninformationstage von Justus-Liebig-Universität und Fachhochschule angemeldet, die gestern begannen.

Etwa 50 Fächer und Studiengänge stellen sich vor, die meisten wenden sich mit Sonderveranstaltungen an die Jugendlichen. So wie die Psychologie - sie liegt schon seit vielen Jahren in der Gunst der Schüler ganz oben und hat auch in diesem Jahr die mit Abstand meisten Anmeldungen, weit über 500. Gestern Morgen gab es dort zunächst eine praxisnahe Vorlesung ("Wahrnehmung und Denken im ersten Lebensjahr"), dann Infos über Tätigkeitsfelder und Berufsaussichten. In einem weiteren Block erläuterteten Institutsmitglieder das Psychologie-Studium an der Justus-Liebig-Universität, auch Studierende boten sich als Gesprächspartner an. Die Wirtschaftswissenschaften, die unter anderem mit "Demonstrationsvorlesungen" für sich warben, waren mit 200 Zuhörern ebenfalls überdurchschnittlich gefragt. Weitere 160 Jugendliche zog es zu den betriebswirtschaftlichen Angeboten der Fachhochschule, dem "Renner" dort vor Automatisierungstechnik/Elektronik und Biotechnologie; hier waren zudem ausgewählte Labore geöffnet.

Die Hochschulinformationstage hinterließen gestern auch im Stadtbild ihre Spuren. Gruppenweise zogen die von außerhalb angereisten Jugendlichen in Richtung "ihres" Instituts oder nutzten die Stadtbusse, in denen es deshalb auf den einschlägigen Strecken bis etwa um 10 Uhr ungewöhnlich eng war. Auch in den Mensen herrschte mehr Betrieb als an normalen Vorlesungstagen, dort konnten die Schüler "zuschlagsfrei" zu Studentenpreisen essen. Noch voller war es allerdings bei den Hamburger-Imbissketten, auch einige Innenstadt-Cafés verbuchten deutlich mehr Umsatz. In den Hochschulen wurde es am frühen Nachmittag merklich ruhiger, obwohl noch etliche Info-Veranstaltungen liefen.

Heute erwartet die Justus-Liebig-Universität die meisten Besucher in der Medizin, den Rechts- und auch in den Sportwissenschaften; fast gleichauf liegt die Mathematik, eigentlich ein eher kleines Fach. An der Fachhochschule richten sich Architektur und Maschinenbau auf die größten Schülergruppen ein.

Quelle: Gießener Allgemeine

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