Messeplatz und Ringallee

Rund 1200 Parkplätze werden gebührenpflichtig

  • schließen

Die Pläne sind fertig, die Ticketautomaten bestellt: In Gießen werden schon bald viele Parkplätze nicht mehr kostenlos sein.

Trotz Rosenmontag und Semesterferien: Die Parkplätze auf dem Messeplatz an der Ringallee waren auch zum Wochenstart gut belegt. Kein Wunder, denn hier können die Besucher und Beschäftigten der Technischen Hochschule, der Justizbehörden, des Regierungspräsidiums oder der Innenstadt kostenlos und zeitlich unbegrenzt parken. Doch damit ist bald Schluss: Noch in diesem Frühjahr führt die Stadt für Messeplatz und Ringallee eine Gebührenpflicht ein, ebenso für den städtischen Parkplatz am Lehmweg in der Weststadt. Dies bestätigte der für die Straßenverkehrsbehörde und das Tiefbauamt zuständige Stadtrat Peter Neidel (CDU) auf Anfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung. "Sofern es keine Verzögerungen bei der Lieferung der Parkscheinautomaten gibt, sollen sie noch in diesem Frühjahr in Betrieb genommen werden", ließ Neidel mitteilen.

Die Pläne sehen vor, die Ringallee inklusive Messeplatz und Parkplatz der Theodor-Litt-Schule in zwei Gebührenzonen aufzuteilen. Im nördlichen Bereich zwischen Bückingstraße und Waldbrunnenweg wird das Parken künftig zwei Euro am Tag kosten, im südlichen Abschnitt bis zur Eichgärtenallee, zu dem auch der Messeplatz gehört und wo der Parkdruck erheblich höher ist, drei Euro. Ein Angebot für Kurzzeitparker ist im Hinblick auf den zu erwartenden Bedarf und die günstigen Tagestarife nicht vorgesehen.

Neben den Tagestickets aus den Automaten wird die Straßenverkehrsbehörde Halbjahreskarten ausgeben. Im vorderen Bereich der Ringallee inklusive Messeplatz werden sie 30 Euro pro Monat kosten, für den hinteren Bereich 25 Euro. Letztgenannter Tarif gilt auch für die 200 Parkplätze am Lehmweg.

Zwei oder drei Euro pro Tag

Wie die Stadt ferner ankündigte, werden für die Anwohner der Ringallee Bewohnerparkausweise ausgegeben, und zwar im Rahmen des sogenannten "erweiterten" Anwohnerparkens. Eine schriftliche Information für die Bewohner, wie die Ausweise bezogen werden können, hat die Stadt vorbereitet. Dies gelte auch für die Justizbehörden, das Regierungspräsidium und weitere Stellen wie die THM, deren Mitarbeiter die Parkplätze stark nutzen. Hier gehe es um Informationen zu den Halbjahreskarten. Bevor die Automaten montiert werden, sollen die genannten Gruppen offiziell informiert werden.

Die Parkraumbewirtschaftung hatte die Stadt bereits im Zuge der Planungen der Landesgartenschau und des Umbaus der Ringallee vor sechs Jahren angekündigt. Zunächst sollten am Messeplatz Schrankenanlagen errichtet werden, dann entschied man sich für Parkscheinautomaten und Kontrolle durch die Ordnungspolizei. Insgesamt werden auf dem Messeplatz, entlang der Ringallee und auf dem Parkplatz gegenüber der TLS 16 Automaten aufgestellt, zwei weitere auf dem Lehmweg-Parkplatz.

Was den Messeplatz betrifft, war die Gartenschau so etwas wie ein Probelauf. Drei Euro kostete das Tagesticket, rund 130 000 Euro nahm die Gartenschau-Gesellschaft in den sechs Monaten zwischen April und Oktober 2014 ein.

Abzuwarten bleibt, wie sich die Gebührenpflicht insbesondere auf das Parkverhalten der vielen THM-Studierenden auswirkt und ob es zu verstärktem Park-Such-Verkehr zum Beispiel im unteren Teil des Eichgärtenviertels kommt. Zumal THM und Stadt bislang die Antwort schuldig bleiben, wo die Nutzer der im Bau befindlichen Hochschuleinrichtungen an der Gutfleischstraße parken sollen. Im Gespräch sind eine Aufstockung des Parkdecks an der Ringallee oder der Bau eines zweiten Decks auf dem Parkplatz des Badezentrums.

Quelle: Gießener Allgemeine

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare