Plädoyer für die Freiheit

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Freiheit war das Thema beim Jahresempfang des FDP-Kreisverbandes mit namhaften Gästen. Zu denen gehörte der Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung und ehemalige FDP-Bundesvorsitzende Dr. Wolfgang Gerhardt. "Freiheit ist eine große Herausforderung", sagte er. Aber es gebe keine andere Staatsform, die so viel Glück und Chancen für die Menschen gebracht habe wie die freiheitliche Demokratie. Dabei sei es gar nicht so einfach, in Freiheit zu leben. Freiheit bedeute, dass man selbst etwas tun, sich selbst engagieren müsse. "Es reicht nicht, ins Fitnessstudio zu gehen und sein Vorgärtchen zu pflegen."

Freiheit war das Thema beim Jahresempfang des FDP-Kreisverbandes mit namhaften Gästen. Zu denen gehörte der Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung und ehemalige FDP-Bundesvorsitzende Dr. Wolfgang Gerhardt. "Freiheit ist eine große Herausforderung", sagte er. Aber es gebe keine andere Staatsform, die so viel Glück und Chancen für die Menschen gebracht habe wie die freiheitliche Demokratie. Dabei sei es gar nicht so einfach, in Freiheit zu leben. Freiheit bedeute, dass man selbst etwas tun, sich selbst engagieren müsse. "Es reicht nicht, ins Fitnessstudio zu gehen und sein Vorgärtchen zu pflegen."

Als Staatsbürger eines freiheitlich-demokratischen Landes dürfe man sich nicht nur über die geschriebene Verfassung freuen. "Wir müssen sie auch leben." Was bedeute, auch für die Normen und Regeln der Verfassung in der Gesellschaft einzutreten. "Wir treten für Religionsfreiheit ein", nannte Gerhardt ein Beispiel. Zur Wahrung dieser Freiheit gehöre auch die Einforderung dieses Wertes für andere Religionsgemeinschaften in unserem Land. "Wenn wir nicht wissen, wofür wir einstehen, wie soll Integration dann gelingen?", fragte der FDP-Politiker. Ein fähiger Staatsbürger zu sein, setze auch voraus, dass man bestmögliche Bildungschancen erhalten habe – und zwar von Anfang an.

"Bildung ist Bürgerrecht, das Schreiben nach Gehör, wie es heutzutage an Grundschulen üblich ist, ist dagegen unterlassene Hilfeleistung."

Auch der Landesvorsitzende der Hessischen FDP, Dr. Stefan Ruppert, betonte die Bedeutung des freiheitlichen Wertekonzepts für die Gesellschaft. "Die alten Bedrohungen von früher sind neuen gewichen. Wir sind nicht am Ende der Geschichte, die Notwendigkeit der Selbstbehauptung von Freiheit ist geblieben." Zum Freiheitsbegriff gehöre für ihn untrennbar auch der freie Handel und die aktive Teilnahme an Demokratie. Derzeit habe man den Eindruck, dass der Staat kein geltendes Recht durchsetzen könne und seine Kernaufgabe nicht mehr wahrnehme.

"Bildung ist Bürgerrecht"

Hermann Otto Solms sagte, dass Freiheit nur durch die enge Kooperation der europäischen Staaten gesichert werden könne, die sich auch unabhängiger von den USA machen müssten. In diese Richtung argumentierte auch Wolfgang Greilich. "Wir bekommen sicher keine europäische Armee, aber in Rüstungsfragen sind Mehrheitsentscheidungen sinnvoll." Europa müsse differenzierter werden, "aber in Nationalismen zurückzufallen ist der falsche Weg". (Foto: son)

Quelle: Gießener Allgemeine

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