Neues Zuhause für Schäferhund Socke in Bad Hersfeld

Gießen (fd). Es war die gute Nachricht zum Wochenende: Socke hat ein neues Zuhause.

Die ersten sechs Jahre ihres Lebens hatte die Schäferhündin in einem dunklen Verschlag gelebt. Wurde von ihren einstigen Besitzern wohl häufig geschlagen und musste wahrscheinlich sogar von Abfällen leben. Nur noch Haut und Knochen war Socke, als sie vor etwa vier Jahren ins Tierheim Gießen kam, wurde vermittelt, dann aber erneut abgegeben: Sie hatte sich nicht mit der anderen Hündin ihrer neuen Familie vertragen. Eine unvorstellbare Verlusterfahrung für Socke.

Am Freitagnachmittag wurde die Schäferhündin, die zuletzt gewirkt hatte, als habe sie sich bereits aufgegeben, nun von einer Frührentnerin aus Bad Hersfeld abgeholt: Socke ist vermittelt. "Es war Liebe auf den ersten Blick von beiden Seiten. Die Dame hat etwa 50 Jahre Hundeerfahrung. Socke ist bei ihr artgerecht gefordert. Ein Sechser im Lotto", freut sich Katja Kastl vom Tierheim Gießen. Bei der Frührentnerin aus Bad Hersfeld trifft Socke auf einen Rüden, den sie bereits kennenlernen konnte. "Die beiden Hunde verstehen sich blendend. Es ist nicht vergleichbar mit der Situation in Sockes letztem Zuhause. Sie hat lediglich ein Problem mit anderen Hündinnen", erklärt Kastl.

Mit einem bewegenden Aufruf hatte das Tierheim Gießen zuletzt versucht, ein neues Zuhause für Socke zu finden. Zeitungen – neben anderen hatte auch die GAZ berichtet – wie das Fernsehen waren aufgesprungen. "Die Resonanz war beeindruckend: Mehrere hundert Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet, auch aus der Schweiz und Österreich. Nach der Vermittlung mussten wir direkt unsere Website aktualisieren, um weitere Nachfragen zu Socke abzublocken." Um die Hündin zu schützen hatte das Tierheim Gießen täglich nur wenige Interessenten zu Socke durchgelassen. "Am Ende hat der Bauch entschieden", zeigt sich Katja Kastl von der Geschäftsleitung zufrieden.

Und dennoch merkt sie an: "Es gibt andere arme Socken, die nicht das Glück hatten, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen." Allein im Tierheim Gießen suchen derzeit über 30 Hunde ein neues Zuhause.

Quelle: Gießener Allgemeine

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