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»Mordsdichter« gründen Autorenstammtisch

Gießen (pd). Das Gießener Krimifestival wird zehn, und damit feiern auch die »Mordsdichter« einen runden Geburtstag. Der Krimischreibwettbewerb der Gießener Allgemeinen Zeitung hat nämlich ebenfalls im Jahre 2004 seine Premiere gefeiert. »Zehn Jahre« heißt vom 27. September bis 27. Oktober das Motto des Festivals.

Auch diesmal hat Organisator Uwe Lischper Autoren, Schauspieler und Experten aus der Wissenschaft zum Thema Mord und Totschlag nach Gießen eingeladen. Zu den Festivalgästen werden beispielsweise die Schauspieler Andrea Sawatzki und Christian Berkel gehören.

Vielleicht wird es bei einem der kommenden Festivals ja eine Krimilesung mit einem ehemaligen Hobbyschreiber geben. Eine Gruppe der »Mordsdichter«, die seit Jahren regelmäßig am Krimischreibwettbewerb der Gießener Allgemeinen Zeitung teilnehmen, hat einen Autorenstammtisch gegründet. Elke Bergsma, Ricarda Heintz-Ornik, Regina Appel, Dieter Petersen und weitere Hobbyautoren treffen sich regelmäßig, um sich über ihre aktuellen Projekte und die Situation von Autoren in Deutschland auszutauschen. Dass der GAZ-Wettbewerb der Auslöser für einige der Schreiber war, sich über den Kurzkrimi hinaus an »richtigen« Romanhandlungen zu versuchen, unterstreicht Elke Bergsma. »Ohne den Wettbewerb ›Mordsdichter» hätte ich meine Krimis nie geschrieben«.

Von ihren Ostfrieslandkrimis »Windbruch«, »Teekomplott« und »Lustakkorde« hat sie bereits einige Tausend Exemplare bei Amazon verkauft. Warum eine heimische Autorin Ostfriesenkrimis schreibt? Elke Bergsma lebt zwar seit vielen Jahren im Raum Gießen, stammt aber aus Canhusen bei Emden. Vorjahressiegerin Ricarda Heintz-Ornik hat einen Jugendroman veröffentlicht. In »Tarrs Garten« geht es um den 14-jährigen Nicolas, um Mobbing und die baufällige Ruine des Altersheims. Mit von der Partie ist auch Dieter Petersen. Der Drittplatzierte des letztjährigen Wettbewerbs lädt Interessenten am Autorenstammtisch ein, sich mit ihm in Verbindung zu setzen (petersen.linden@t-online.de). Der Lindener ist mit dem Thriller »Insellösung« und dem Krimi »Kein Zurück« vertreten.

Beim letzten Stammtisch ging es auch darum, wie unbekannte Autoren ihre Bücher auf den Markt bringen können. Für das Trio im »Alt-Gießen« war klar: E-Books bieten gegenüber herkömmlichen Verlage große Vorteile. Während ein »Self Publisher« beispielsweise bei Amazon seinen Roman ohne finanzielle Vorleistung elektronisch einstellen kann, verlangten Buchverlage für eine Veröffentlichung vier- bis fünfstellige Summen, so die Schreiber.

Für Hobby-Autoren, die beim Schreibwettbewerb der Gießener Allgemeinen Zeitung mitmachen, ist die Teilnahme selbstverständlich kostenlos. Die fünf Erstplatzierten dürfen sich auf attraktive Preise freuen. Heimische Krimischreiber sind auch in diesem Sommer aufgerufen, eigene Gedanken zum Thema Mord und Totschlag zu Papier zu bringen. Die Kurzkrimis sollten möglichst einen lokalen Bezug haben und einen Umfang von zehn DIN-A-4-Seiten (bitte ausreichend Rand lassen) nicht überschreiten. Mit der Einsendung bestätigt der Autor/die Autorin, dass der Beitrag vorher nicht abgedruckt erschienen ist. Die Manuskripte können per E-Mail an Redaktion@giessener-allgemeine.de (Betreff »Mordsdichter«) geschickt werden. Ebenfalls möglich ist die Zusendung per Fax (0641/3003-305) oder Post an die GAZ-Stadtredaktion, Marburger Straße 20, 35390 Gießen.

Einsendeschluss ist der 30. September Der Siegerkrimi wird als Fortsetzungsgeschichte in allen drei Zeitungsausgaben des Verlags (Gießen, Alsfeld, Wetterau) veröffentlicht. Außerdem werden die besten Geschichten im Rahmen einer Matinee im Oktober ausgezeichnet.

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