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Lahnuferfest

Mehr als 100000 Besucher feiern an der Lahn

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Organisator Christian Trageser ist mit dem Lahnuferfest zufrieden. Mehr als 100 000 Besucher seien unterwegs gewesen. Und was sagt die Polizei?

Gießen (mac). Am Sonntagnachmittag - kurz vor dem Ende des zweiten Gießener Lahnuferfestes - waren auf dem Festgelände entlang des Flusses Schattenplätze heiß begehrt. Viele Besucher tummelten sich in Liegestühlen am Ufer, saßen in den Loungemöbeln am Wegesrand, streckten die Füße in den aufgeschütteten Sand unter der Konrad-Adenauer-Brücke oder hockten an den Holztischen im - von der Gießener Allgemeinen Zeitung unterstützten - Weindorf unter einem der großen Bäume. "Heiß her ging es aber nicht nur am Sonntag", sagte Christian Trageser und lachte. Der Organisator des großen viertägigen Festes an der Lahn war am Sonntagnachmittag überglücklich. "Besser geht’s nicht. Es hat sich herumgesprochen, dass das Lahnuferfest ein stimmiges Fest ist. Wir hatten Besucher aus ganz Hessen", erklärte Trageser in seinem ersten Fazit. Da war das Fest noch in vollem Gange. In einer ersten Schätzung sei man von Veranstalterseite auf mehr als 100 000 Besucher gekommen. "Diese Marke haben wir sicher schon am Samstag geknackt. Es war eine enorme Steigerung zum ersten Jahr", sagte Trageser am Sonntag. Um in den nächsten Tagen eine genauere Zahl zu ermitteln, habe er von einer Drohne Fotos anfertigen lassen.

Zu den Publikumsmagneten von Donnerstag bis Sonntag zählten unter anderem die FFH-Hit-Arena mit Daniel Fischer am Samstagabend sowie die 90er- und 2000er-Party am Freitagabend, bei der der Auftritt des us-amerikanischen R&B-Sängers Dante Thomas ("Miss California") sicher ein Höhepunkt war. Bei beiden Veranstaltungen herrschte dichtes Gedrängel vor den Bühnen. Auf der Feiermeile zwischen Sachsenhäuser Brücke und Wieseckmündung war des Öfteren kaum ein Durchkommen. "Diese Planung ist voll aufgegangen", sagt Trageser. Aber auch die Idee, den Donnerstag sowie den Sonntag zum Familientag zu erklären, sei nach seinen Informationen bei den Besuchern gut angekommen. Die Kleinen hatten Spaß auf Hüpfburgen, Trampolins, beim Quad fahren oder im Kanu auf der Lahn. "Es ist unglaublich, was hier los war. Am Samstag hatten wir eine so tolle Stimmung in allen Bereichen. Solch eine Atmosphäre habe ich selten auf anderen Stadtfesten erlebt", sagte Trageser.

In einem ersten Lagebericht zeigte sich auch die Polizei mit dem Lahnuferfest zufrieden. "Im Großen und Ganzen ist es ruhig geblieben. Natürlich gab es ein paar Einsätze, meist wegen Betrunkenen, das ist bei so einem Event aber normal", hieß es am Sonntag aus der Leitstelle. Am Donnerstag hatte es auf dem Gelände eine Auseinandersetzung gegeben, bei dem ein Mann von einer Gruppe mit einem Kantholz niedergeschlagen wurde. Dies sei - laut Trageser - offenbar ein gezielter und verabredeter Angriff gewesen, bei dem die Täter die Anonymität genutzt hätten, die so ein Fest biete.

Ein wenig Kritik hatte es zu Festbeginn am neuen Kaufbecher gegeben, den der Organisator aus Umwelt- und Kostengründen statt eines Pfandsystems installiert hat. "Bei einer Reichweite von 80 000 Personen in den sozialen Medien, haben sich vielleicht zehn Personen darüber geärgert. Wir haben mit mehr Gegenwehr gerechnet. Ich glaube, die Leute erkennen an, dass sie für ein viertägiges Fest mit 16 Bands auf drei Bühnen und vielfältigem Angebot von Elektrofestival bis Salsa-Workshop durch so einen Kaufbecher dazubeitragen, dass das Lahnuferfest auch weiterhin ohne Eintritt auskommt", sagt Trageser, der schon am Sonntag an die dritte Auflage im kommenden Jahr dachte. "Das machen wir wieder. Ist doch klar!"

Quelle: Gießener Allgemeine

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