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Schirmherrin Gerda Weigel-Greilich (3. v. r.) und die Jugendtheatermacher Abdul M. Kunze (r.) und Masae Nomura (v. r.) werben mit den Jugendlichen für das "Spielreich". (Foto: Schepp)

Vom 19. bis 22. März wieder "Spielreich" im Theaterstudio

Als Theaterspielweise hat sich die neue taT-Studiobühne schon einen Namen gemacht. Nun öffnet sie auch erstmals für die Familientheatertage ihre Pforten. Zum elften Mal insgesamt, aber zum ersten Mal am Berliner Platz, lockt das "Spielreich" vom 19. bis 22. März mit jeder Menge Theater und Workshops für die gesamte Familie.

"Die Freude eines Theaterbesuchs sollten sich Eltern mit ihren Kindern nicht entgehen lassen", wirbt die Intendantin. Zu sehen gibt es Stücke für Kinder und Jugendliche aus der aktuellen Spielzeit. Höhepunkt ist am Samstag, 21. März, von 11 bis 13.30 Uhr ein großes Familienfest rund um die Studiobühne.

Offiziell eröffnet wird das "Spielreich", das in diesem Jahr unter dem Motto "anschauen, hinhören – selber machen" steht, am Donnerstag, 19. März, um 17 Uhr. Schirmherrin Gerda Weigel-Greilich, die sich beim gestrigen Pressegespräch sicher war, dass die neue Spielstätte auch "neue Perspektiven" für die Familientheatertage bringen wird, wird gemeinsam mit Intendantin Cathérine Miville kurz zur Eröffnung sprechen, bevor direkt danach Jungen und Mädchen ab vier Jahren beim pfiffigen Kinderstück "Wie Ida einen Schatz versteckt und Jakob keinen findet" in eine bunte Fantasiewelt eintauchen. Die ganz jungen Zuschauer werden auch bei "Der dickste Pinguin vom Pol", in dem Lukas Goldbach einen reisefreudigen Südpolbewohner spielt, ihren Spaß haben: Zu sehen ist das Stück von Ulrich Hub am Sonntag, 22. März, um 11 Uhr.

Kostenlose Workshops

Gleich zweimal zieht es die Akteure des "Spielreichs" in das Große Haus des Stadttheaters. Dort spielen Pascal Thomas und Maximilian Schmidt am Donnerstag, 19. März (19.30 Uhr), und Freitag, 20. März (10.30 Uhr), in "Tschick" nach Wolfgang Herrndorfs gleichnamigem Bestseller-Roman zwei jugendliche Abenteurer. An gleicher Stelle (Sonntag, 22. März, 19.30 Uhr) ist auch Lutz Hübners Schauspiel "Frau Müller muss weg" zu sehen. 90 Minuten dauert das sehenswerte Spektakel um einen aus dem Ruder laufenden Elternabend: Da können die Kinder mal sehen, wie sich ihre Erziehungsberechtigten blamieren.

Schließlich ist auch noch die "Monster-MusicPickelShow Fratzenfisch" Teil des kleinen Theater-Festivals. Am Freitag, 20. März, um 11 und um 18 Uhr, ist das schmissig inszenierte Stück über die Pubertät, über Eiterpickel und Rockstars auf der Studiobühne zu erleben – da werden auch die Zehn- bis Dreizehnjährigen erleben, dass ein Theaterbesuch wirklich Spaß machen kann.

Auch zwei Klassiker, die Jugendliche ins "Spielreich" locken wollen, stehen auf dem Programm: Der erste Teil aus Goethes Tragödie "Faust" als Produktion des Jugendclubs Tanz am Samstag, 21. März (19 Uhr, taT), und "Michael Kohlhaas" als Chronik nach der Novelle von Heinrich von Kleist am Sonntag, 22. März (20 Uhr, taT),

Das Festival-Motto fordert aber nicht nur zum "Anschauen und Hinhören" auf, sondern auch zum "Selbermachen". Dafür stehen im Studio zwei etwa einstündige und kostenlose Workshops auf dem Programm. "Reden, schreiben, plötzlich telefonieren" heißt es am Freitag, 20. März, um 15 Uhr, wenn sich die JLU-Romanistin Prof. Kirsten von Hagen mit den Teilnehmern auf Spurensuche begibt, wie das Telefon zum Film und zum Theater kam und welche Bedeutung das Gerät für uns heute hat. "Wie kommt die Angst in meinen Kopf?" – dieser Frage geht im zweiten Workshop Prof. Rudolf Stark nach, der sich wissenschaftlich mit diesem Gefühl beschäftigt und mit den Workshop-Teilnehmern erforscht, wie Angst in unsere Köpfe, und vor allem auch wieder aus ihnen herauskommt. Dazu sind am Sonntag, 22. März, um 15 Uhr im taT Kinder mit Eltern oder Großeltern eingeladen.

Karten für die "Spielreich"-Vorstellungen im Theaterstudio kosten acht Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder und Schüler bis 14 Jahre. Im Großen Haus sind für "Tschick" Preise von 7 bis 13.50 Euro (ermäßigt 5 bis 7 Euro) und für "Frau Müller muss weg" von 7 bis 19,50 Euro zu zahlen. gl

Quelle: Gießener Allgemeine

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