LLG-Schülerfirma unterstützt Slumkinder in Nairobi

Gießen (pd). Über den Besuch einer ehemaligen Schülerin durfte sich soeben das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium freuen. Charlotte Pfeiffer hat 2011 ihr Abitur am LLG abgelegt und studiert inzwischen Betriebswirtschaftslehre in Köln. 2012 hat sie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Kenia absolviert.

Im Mathare Slum von Nairobi kümmerte sie sich gemeinsam mit anderen Studenten um die Finanzierung von Nahrung ("Feeding Program") und Bildung für junge Slumbewohner. Viele der Kinder sind Waisen oder Halbwaisen. Als Mitbegründerin des Vereins "Mumo" Deutschland sammelt sie Spenden, beispielsweise um den Betrieb und die Beschaffung von Lehr- und Lernmitteln für die im Rahmen ihres Sozialprojekts geschaffene Schule zu gewährleisten.

Unterstützt wird das Projekt auch von der Schülerfirma "EcoServ" des LLG. Ziel des 2008 gegründeten Unternehmens ist es, soziale und ökologische Projekte zu fördern. Der Verein "Mumo" – der Name geht zurück auf den Gründer der Schule in Nairobi – erhält von der LLG-Firma, in der Charlotte Pfeiffer als Schülerin selbst mitgearbeitet hat, ein Jahr lang monatlich einen festen Betrag, insgesamt 360 Euro. Mit diesem Geld soll das Gehalt der Lehrer im Mathare Slum gesichert werden. Die 21-jährige Studentin hofft auf weitere Unterstützung für das Projekt in Kenia. Mehr Informationen über den Verein mit seinen mittlerweile 47 Mitgliedern gibt es unter www.mumo-deutschland.de.

Den Besuch ihrer ehemaligen Schülerin nutzte die LLG-Schülerfirma auch zu einem Beitrag in eigener Sache. Die Kooperation mit dem Projekt in Kenia ist Thema eines Filmbeitrags, den die Schüler für den Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik produziert haben, berichtete Hilde Hammermann. Die Lehrerin für Politik/Wirtschaft betreut das Unternehmen seit der Eröffnung 2008. Mit dem Wettbewerbsthema "Global und lokal denken und handeln – die Welt beginnt vor deiner Tür" sollen Kinder und Jugendliche für globale Zusammenhänge sensibilisiert werden und begreifen, welche Auswirkungen unser Denken und Handeln auf andere Teile der Welt hat, heißt es in der Ausschreibung.

Quelle: Gießener Allgemeine

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