Liste UniGrün klarer Sieger der Stupa-Wahl

Gießen (si). Die Liste UniGrün ist der Sieger der diesjährigen Wahlen zum Studentenparlament der Justus-Liebig-Universität.

Nach der am Dienstagabend beendeten Auszählung steht fest: Die Gruppe bleibt nicht nur stärkste Fraktion, sondern konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar noch um zwei Sitze zulegen. Sie geht mit elf der insgesamt 31 Mandate in die nächste Legislaturperiode. Direkt dahinter folgen die Jusos, sie verloren einen Sitz und stellen nun fünf Parlamentarier.

Beide Gruppen hatten in den letzten zwölf Monaten einer Fünfer-Koalition angehört. Künftig sind sie allein mehrheitsfähig. Ihr bisheriger dritter Partner, Linke.SDS, kommt unverändert auf einen Sitz. Die übrigen Listen der alten Koalition – Brennpunkt Uni und Piraten-Hochschulgruppe – waren zur Wahl nicht mehr angetreten. Verhandlungen über ein neues Bündnis, das dann auch den Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) stellt, werden UniGrün und Jusos in den nächsten Wochen aufnehmen.

Drittstärkste Gruppe ist Unsere Uni mit vier Sitzen, obwohl sie am stärksten verlor (zwei Mandate). Auf Anhieb drei Sitze erlangte die StudentenUnion – Nachfolger des RCDS, der nicht mehr kandidierte. Ebenfalls auf drei Sitze kam bei seiner Premiere das Projekt Zukunft, das auch dem konservativen Spektrum zuzurechnen ist. Der dritte Neuling, Die Demokratie, stellt zwei Abgeordnete. Die Liberale Hochschulgruppe verlor ein Mandat und hat künftig noch einen Parlamentarier. Die Demokratische Linke verteidigte ihren einen Sitz.

Katastrophal niedrig war die Wahlbeteiligung. Sie sank von einem schon schwachen Niveau noch einmal um ein Drittel auf 16,5 Prozent. Das ist der niedrigste Wert in der fünfzigjährigen Geschichte des Studentenparlaments. Er war Mitte des letzten Jahrzehts vorübergehend gestiegen, nachdem die Landesregierung den Etat des Stupa – rund 400 000 Euro – an die Wahlbeteiligung gekoppelt hatte.

Drei Gruppen im Senat

Bei den parallel durchgeführten Wahlen zum Senat erhielten drei Gruppen je einen Sitz: UniGrün, Jusos sowie Für Solidarität und freie Bildung. StudentenUnion und Projekt Zukunft gingen leer aus. Die Beteiligung betrug hier sogar nur 14,8 Prozent (Vorjahr 19 Prozent).

Quelle: Gießener Allgemeine

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