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Längst keine Nobodys mehr: Vielmehr ist CLC ein Prädikat für anspruchsvolle Popmusik mit progressivem Ansatz.

Lahn-Pop für Hessen

Campaign like Clockwork steht im Bundesfinale des Local-Heroes-Wettbewerb. Seit ihrer Gründung vor sechs Jahren haben sich die Musiker um Songwriter Rafael Cano zu einer angesagten Pop-Band mit progressivem Ansatz entwickelt, die bundesweit und bisweilen auch im Ausland von sich reden macht.

"In den vergangenen Jahren haben sie sich zu mehr als einem Geheimtipp gemausert (...). Campaign like Clockwork stehen für verdammt gute und kreative Popmusik!", urteilte einst HR3 über die Wahlgießener, die nach 2008, dem Jahr der Band-Gründung, nun zum wiederholten Male den Landesentscheid des Local-Heroes-Musiker-Wettstreits gewonnen haben, der Anfang April in Friedberg ausgetragen wurde. Mithin werden sie beim Bundesfinale, das am 8. November in der Hansestadt Salzwedel stattfindet, für Hessen auftreten.

Eingedenk ihrer Anfänge begreifen sich die jungen Männer von Campaign like Clockwork (CLC) als Wetzlarer Band, doch abgesehen von Frontmann Rafael Cano, der in Braunfels lebt, haben die Gitarristen Martin Giemza und Alexander Dimov, Basser Paul Krömmelbein sowie Drummer Martin "Henk" Henkelmann ihren Lebensmittelpunkt inzwischen alle in Gießen. Hier arbeiten sie. Und hier finden auch die wöchentlichen Proben statt, in denen sie gemeinsam die Ideen entwickeln, die Cano einbringt.

"Er ist der Jamie Cullum des Indie-Rocks, der kreative Kopf der Gruppe, ein grandioser Songwriter mit einer enormen Bühnenpräsenz", sagt Henk über den Sänger, auf den er vor bald zehn Jahren beim Gießener Generation-Music-Festival aufmerksam geworden war. Damals spielte Rafa, wie ihn seine Freunde nennen, mit Jellyfish San Francisco. Aus einem gemeinsamen Akustikprojekt entwickelte sich dann die Band, die sich mit einer Mischung aus Indie-Rock und Funk bald einen Namen in der Szene machte. "Das war damals alles noch ein bisschen willkürlich", sagt Henk rückblickend auf die EP, mit der CLC noch im Gründungsjahr debütierte, um einen Monat später, im August 2008, mit dem Song "Gigolo" den T-Mobile Local Support Bandcontest zu gewinnen.

Obschon die Band inzwischen ihr musikalisches Profil deutlich geschärft hat, "etwas glatter und stringenter" geworden ist, wie Henk und Martin sagen, war CLC von Anfang an erfolgreich. Im November 2008 belegen Cano und Co.

beim Local-Heroes-Bundesfinale den dritten Platz, im Januar 2009 bringen sie die Single "We are hype" heraus – der dazugehörige Videoclip erscheint im Feburar 2010 einhergehend mit der ersten Langspielplatte ("Neon For No One"), die sich inzwischen fast 1000-mal verkauft hat. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Gruppe von diversen bekannten Radiosendern zur Band des Monats gekürt und hat auch ihren ersten Auslands-Gig absolviert.

Trotzdem die Erfolge nicht abreißen, bleiben die CLC-Musiker bodenständig. "Wir müssen nicht auf Teufel komm raus berühmt werden", sagt Henk, der sich viel eher die Fortsetzung des "nachhaltigen Erfolges" wünscht, den sich die Truppe bislang erarbeitet hat. Anstatt also vom ganz großen Ruhm zu träumen, arbeiten Rafa, Martin, Alex, Paul und Henk akribisch an ihrem nächsten Album, das in absehbarer Zeit erscheinen soll und das wieder von Henning Pauly produziert wird. Ebenfalls zum nachhaltigen Erfolg gehören die Konzerte.

Diesbezüglich haben die Jungs vieles ihrer ehrenamtlichen Managerin Isabell "Isi" Kurz zu verdanken, die die Band von der Veranstaltungsorganisation über die Pressearbeit bis hin zum Catering umsorgt. Deshalb sprechen die Musiker von Isi auch nur in den höchsten Tönen. Wie schon 2012 und 2013 treten CLC auch diesmal wieder beim Hessentag auf, wird die Band unter anderem auch auf der Landesgartenschau und beim Gießener WG-Festival zu hören sein. mlu

Quelle: Gießener Allgemeine

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