"Kostprobe" macht neugierig auf Premiere von "Tschick"

Am Donnerstag, 23. Januar, 20 Uhr, hat im Theaterstudio Wolfgang Herrndorfs "Tschick" in einer Bühnenfassung von Robert Koall Premiere. Eine "Kostprobe" machte schon mal neugierig auf Premiere.

Wolfgang Herrndorfs 2010 erschienener Jugendroman "Tschick" hat längst nicht nur die Bestsellerlisten erobert, sondern auch die Theaterbühnen. Auch das Stadttheater beteiligt sich an diesem Hype und zeigt ab Donnerstag (23. Januar) auf der TiL-Studiobühne die Bühnenfassung von Robert Koall für Jugendliche und Erwachsene. Was die Zuschauer erwartet und wie Regisseur Abdul-M. Kunze mit seinem Team die Umsetzung gestaltet, davon konnte man sich nun bei einer sehr gut besuchten "Kostprobe" einen ersten Eindruck verschaffen. Ein Einblick in die Probenarbeit, der wirklich neugierig machte.

Pascal Thomas spielt Maik, einen auf den ersten Blick eher trögen Teenager aus schwierigen Familienverhältnissen, der mit dem ungewöhnlichen Deutschrussen Tschick zu einer Reise ins Erwachsenwerden aufbricht. Sie treffen in ihrem "Road Movie" jede Menge skurrile Menschen an allen möglichen Orten und lernen dabei sich selbst und das Leben kennen. Man spüre in der ehrlichen und melancholischen Sicht auf die großen Lebensthemen, dass Herrndorf nach seiner Hirntumordiagnose, den Roman als Sterbender geschrieben habe, merkte Kunze an. Es sei ein Jugendroman ohne das Prädikat "muss pädagogisch wertvoll sein", der die wie auch immer zu interpretierende Liebe zwischen den beiden Protagonisten zeige.

Und weil die Bühnenfassung keine exakte Angabe zur Zahl der Darsteller vorgibt, konzentriert sich das Spiel im TiL auf die beiden Hauptakteure Maik und Tschick. Sie schlüpfen, wie Dramaturgin Cornelia von Schwerin in ihrer Moderation geheimnisvoll andeutete, mit Hilfe der unterschiedlichsten Theatermittel in die diversen Figuren. Auch die von Bernhard Niechotz entworfene Bühne – eine schräge Ebene mit in Schienen einhakbaren Stühlen, ist frei bespielbar und eröffnet jede Menge Möglichkeiten der Darstellung dieses "Road Movies" als imaginären Trip. Wer dabei sein will, kann dies erstmals zur Premiere am Donnerstag, 23. Januar, 20 Uhr, im Theaterstudio tun. gl

Quelle: Gießener Allgemeine

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