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Spitzenkandidaten fürs Stadtparlament Gießen

Kandidatenrekord bei Wahl zum Stadtparlament

Gießen (mö). Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung am 27. März wird es einen neuen Rekord bei der Zahl der Kandidaten geben. Um die 59 Sitze im Stadtparlament bewerben sich insgesamt 363 Frauen und Männer auf neun Listen.

Hinzu kommen die 116 Bewerber, die für die fünf Ortsbeiräte in Allendorf, Kleinlinden, Lützellinden, Rödgen und Wieseck kandidieren. Alle Wahlvorschläge wurden am Mittwochabend in öffentlicher Sitzung vom Wahlausschuss einstimmig genehmigt, der unter Leitung von Wahlleiterin Regina Gerlach öffentlich im Rathaus tagte.

Wie Jens Haub vom Wahlamt der Stadt auf Anfrage mitteilte, werden zur Kommunalwahl in der Stadt Gießen nach derzeitigem Stand insgesamt 58 500 Bürger aufgerufen, darunter 2500 wahlberechtigte Ausländer aus Staaten der Europäischen Union. Allein für die Wahl des neuen Stadtparlaments könnten maximal also rund 3,4 Millionen Euro Stimmen abgegeben werden, da jeder Wahlberechtigte entsprechend dem 2001 eingeführten Wahlrecht mit dem Kumulieren und Panaschieren über 59 Stimmen verfügt. 2006 lag die Wahlbeteiligung allerdings nur bei 37,9 Prozent, dem bislang niedrigsten Wert seit 1946.

Da die Gießener auch den Kreistag mitwählen, verfügen sie über weitere 81 Stimmen. Wer zudem in einem der fünf Stadtteile lebt und an der Ortsbeiratswahl teilnimmt, kann sogar 149 Stimmen verteilen.

Um Sitze im Stadtparlament bewerben sich die CDU (Spitzenkandidat Klaus Peter Möller), die SPD (Gerhard Merz), Bündnis 90/Die Grünen (Gerda Weigel-Greilich), die Linke (Jonas Ahlgrimm), FDP (Dr. Martin Preiß), Freie Wähler (Heiner Geißler), Bürgerliste (Elke Koch-Michel), die Piratenpartei (Christian Oechler) und das neue "Linke Bündnis" (Michael Janitzki). Bislang waren in der Stadtverordnetenversammlung sieben Parteien und Wählergruppen vertreten, deren Zahl sich noch erhöhen dürfte, da es keine Prozenthürde gibt. Die eigentliche Wahl beginnt bereits am 14. Februar, denn ab diesem Termin läuft die Briefwahl.

Größere Beanstandungen an den Wahlvorschlägen gab es nicht. Wegen formaler Mängel mussten insgesamt acht Kandidaten fürs Stadtparlament bei CDU, FDP, den Linken, den Piraten und beim Linken Bündnis gestrichen werden. Freie Wähler und Linke zogen zudem zwei Bewerber von selbst zurück. Bis auf die Piratenpartei, deren Liste 19 Namen umfasst, haben alle anderen Gruppierungen mindestens 20 Kandidaten benannt. Da für jeden drei Stimmen abgegeben werden können, gehen so keine Stimmen verloren.

Quelle: Gießener Allgemeine

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