Integrationsbetreuung der Lebenshilfe in neuen Räumen

Gießen (cg). Als einen "kleinen feinen Laden" stellte Gruppenleiter Florian Röhrich gemeinsam mit seiner Kollegin Bärbel Jaworski die Integrationsbetreuung (IB) der Lebenshilfe vor, die kürzlich von der Siemensstraße 18 in den Talweg 16 gezogen ist.

Die Einrichtung, die unter Leitung der Reha-Mitte steht, bietet sechs Arbeitsplätze für behinderte Menschen, die aufgrund unterschiedlicher Einschränkungen bisher keine geeignete Tätigkeit in einer Werkstatt oder auf dem Arbeitsmarkt gefunden haben.

In der IB werden die Mitarbeiter gemäß ihrer Fähigkeiten individuell gefördert und angeleitet. Ein besonderer Schwerpunkt sei dabei der soziale Umgang miteinander, das Training des Sozialverhaltens und die schrittweise Erhöhung der Belastbarkeit, schilderte Röhrich. Aufgrund eines Betreuungsschlüssels von 1:3 sei es den Gruppenleitern möglich, sich intensiv um die Klienten zu kümmern. Ziel sei es, sie innerhalb von zwei bis drei Jahren fit zu machen für einen Werkstatt-Arbeitsplatz oder für einen Job außerhalb der Lebenshilfe.

"Unsere Philosophie ist es, für jeden Menschen Angebote zu machen, auch wenn die persönliche Situation sehr schwierig ist. Dazu leistet die IB einen wichtigen Beitrag", erklärte Lebenshilfe-Aufsichtsratsvorsitzende Maren Müller-Erichsen bei der Eröffnung der neuen, nun barrierefreien Räume. Die Stabilisierungsphase in der IB habe sich in den vergangenen Jahren sehr gut bewährt.

Die Integrationsbetreuung wurde 2003 zunächst zur Eingliederung eines einzelnen Klienten gegründet; sie wurde nach und nach auf sechs Teilnehmer erweitert.

Regelmäßige Reha- und Elterngespräche sowie die Kooperation mit gesetzlichen Betreuern, Wohneinrichtungen oder Ärzten sorgen für einen umfassenden Blick, so dass eine realistische Einschätzung und angemessene Begleitung der Klienten möglich wird, erläuterte Sebastian Ziegler (Reha-Mitte).

Mitarbeiter, Kollegen und Eltern waren gestern zu einer kleinen Feierstunde gekommen, um gutes Gelingen in den neuen Räumen zu wünschen, Tristan Rapp vom Landeswohlfahrtsverband sprach ein Grußwort.

Quelle: Gießener Allgemeine

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