"Hipos" stellten über 60.500 Strafzettel aus

Gießen (kw). Die Verwarnungsgelder, die die Stadt Gießen in jedem Jahr von Autofahrern kassiert, bleiben eine wichtige Einnahmequelle für die Kommune. Im vergangenen Jahr summierten sich diese Sanktionen auf 962 560 Euro.

Dies teilt Ordnungs- und Verkehrsdezernent Thomas Rausch mit. Demnach sind die Einnahmen wieder gestiegen. 2008 nahm die Stadt gut 938 000 Euro von Verkehrssündern ein, in den Jahren zuvor war die Millionengrenze überschritten worden. Hierbei handelt es sich ausschließlich um die der Stadt zustehenden Verwarnungsgelder. Der Einzug der Bußgelder liegt in der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Kassel.

Insgesamt verteilte die städtische Hilfspolizei 60 556 "Knöllchen" - fast elf Prozent mehr als 2008. Das Ansteigen der Einnahmen sei wesentlich auf die Schwerpunktsetzung Verkehrssicherheit und das neue Geschwindigkeitsmessgerät zurückzuführen, so der Stadtrat. Daneben sei auch die Verkehrsüberwachung in Fußgängerbereichen verstärkt worden.

Tatsächlich ist die Zahl der ertappten Temposünder sprunghaft gestiegen, nämlich von gut 15 000 auf 24 788. Mit insgesamt 381 605 Euro war das Schnellfahren auch der höchste Einnahmeposten. Die meisten anderen Fälle betreffen falsches Parken. 12 500-mal registrierten die "Hipos" Autos, die entweder ohne oder mit einem bereits abgelaufenen Parkschein abgestellt waren. Fürs Parken im - absoluten oder eingeschränkten - Halteverbot gab es insgesamt 10 147 Strafzettel.

In der Fußgängerzone wurden 1990 Parker erwischt, 1393 auf Plätzen, die eigentlich Anwohnern vorbehalten sind. 1703 Pkw-Besitzer hatten im Parkscheibenbereich keine Scheibe ausgelegt oder die Zeit überschritten. Auf Behindertenparkplätzen wurden 984 Unberechtigte ertappt. Abgeschleppt wurden "nur" 340 Fahrzeuge; im Vorjahr waren es 620.

Abschließend betont Rausch, dass die Verkehrsüberwachung im Stadtgebiet und in den Ortsteilen ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur geordneten Nutzung des öffentlichen Parkraumes sei. "Nur durch diese Überwachung kann das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer geschärft werden, die maßgeblichen Regelungen der Straßenverkehrsordnung zu beachten", so der CDU-Politiker. Gleichzeitig appellierte der Ordnungsdezernent an alle Verkehrsteilnehmer, sich dauerhaft entsprechend den Regeln zu verhalten.

Quelle: Gießener Allgemeine

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