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D. Grabe-Bolz

Stadtparlament

Kommunalwahl in Gießen: Bewegung auf den Listenplätzen – Großer Sprung für Grabe-Bolz

  • Kays Al-Khanak
    vonKays Al-Khanak
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Das Kumulieren hat sich bei der Kommunalwahl 2021 deutlich auf die Zusammensetzung des Gießener Parlaments ausgewirkt.

Gießen – Als Oberbürgermeisterin hat sie ihren Abschied mit Ablauf ihrer zweiten Amtszeit im Dezember bereits verkündet. Aber für die kommende Legislaturperiode wird Dietlind Grabe-Bolz der Titel der Kumulierkönigin nicht zu nehmen sein: Bei der Kommunalwahl wählten sie viele Gießener von Listenplatz 59 auf vier. Als Mitglied des hauptamtlichen Magistrats wird sie das Mandat aber nicht annehmen.

Möglich machte den Sprung das Kumulieren - also das Verteilen von Stimmen auf einzelne Bewerber. Vor allem bei der SPD und der CDU hat dies immer wieder deutliche Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Fraktion im Stadtparlament.

Kommunalwahl in Gießen: Merz von Platz 30 auf zehn

Bei den Sozialdemokraten beispielsweise tat sich bei dieser Kommunalwahl auf den ersten drei Plätzen nichts. Auf Platz vier jedoch rückte OB Grabe-Bolz nach oben. Der Vorsitzende des Ausländerbeirats Zeynal Sahin stieg von Platz acht auf fünf. Einen größeren Sprung machte Gerhard Merz: Den früheren SPD-Chef wählten die Gießener von Listenplatz 30 auf zehn. Auffällig: Andreas Walldorf, der in der jüngsten Sitzung des Parlaments nicht zur Abstimmung über den Verkehrsversuch am Anlagenring gekommen war, wird kein Mitglied der Stadtverordnetenversammlung sein - auch nicht als Nachrücker.

Bei der CDU mischen zwei Bouffiers die Liste auf: Volker Bouffier jun. profitiert vermutlich von einer Verwechslung mit seinem Vater, dem Ministerpräsidenten, und rauscht sogar an CDU-Chef Klaus Peter Möller vorbei von Platz 28 an die Spitze. Auch Frederik Bouffier wird von Listenplatz zwölf auf zwei gewählt. Einige Plätze gut macht auch die ehemalige OB-Kandidatin Anja Helmchen: von 13 auf sechs. Randy Uelman hingen fällt dadurch von zwei auf sieben.

Weniger Bewegung gibt es auf der Liste der Grünen. Sophie Müller steigt von Listenplatz drei auf zwei und tauscht die Position mit dem OB-Kandidaten der Grünen, Alexander Wright. Christiane Janetzky-Klein, die in Kleinlinden einen Überraschungserfolg bei den Ortsbeiratswahlern verbuchen konnte, steigt von sieben auf vier. Erwähnenswert ist Stergios Svolos: Der Stadtschulsprecher stand auf Listenplatz 22 und ist erster Nachrücker. Da auch Gerda Weigel-Greilich als hauptamtliche Dezernentin ihren Sitz im Parlament wohl nicht einnehmen wird, wäre er dann jüngstes Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung - und nicht Kathrin Schmidt von der CDU.

Kommunalwahl in Gießen: Preiß überholt Georgis bei FDP

Die Liste der Linken hat sich marginal geändert; Martina Lennartz (vormals Listenplatz 4) und Stefan Häbisch (5) tauschten die Plätze. Auch bei der FDP hat sich nur wenig getan: Die Wähler haben Dr. Martin Preiß an der vor ihm aufgestellten Manuela Georgis auf Platz drei gehoben. Ein ähnliches Bild bei Gigg: Hier wird die ehemalige Ortsvorsteherin von Lützellinden, Elke Koch-Michel, dank der abgegebenen Stimmen für ihre Person von Platz vier auf drei gehoben. Keine Veränderungen auf der Liste gibt es bei den Freien Wählern, bei der PARTEI sowie bei Volt. (khn)

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