Funkstille bei Mediation zum Uniklinikum

Gießen (si). Im März letzten Jahres hatte die Landesregierung zwei ehemalige Politiker als Mediatoren am Universitätsklinikum Gießen und Marburg eingesetzt.

Die früheren Minister Friedrich Bohl (CDU) und Wolfgang Gerhardt (FDP) sollten helfen, das gestörte Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Trägern des Klinikums – dem Rhön-konzern und der Landesregierung – und den übrigen Beteiligten – den Präsidien der zwei mittelhessischen Universitäten, der Leitung des Universitätsklinikums und den Beschäftigten – wiederherzustellen. Seit dem Frühsommer hat man von dem Vorhaben so gut wie nichts mehr gehört.

Auf Anfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung bekräftige das hessische Wissenschaftsministerium jetzt immerhin, dass die Mediatoren "noch im Amt" sind. "Die Ergebnisse ihrer Arbeit fließen in die laufenden Gespräche zwischen dem Land, UKGM und der Rhön Klinikum AG ein", sagte Ministeriumssprecher Ulrich Adolphs, ohne auf Details einzugehen. Die Inhalte der einzelnen Gespräche der Mediatoren unterlägen der Vertraulichkeit, betonte er.

Der Gießener Klinikums-Betriebsrat rätselt nun, welche Gespräche gemeint sein könnten. Mit der Mitarbeitervertretung haben Bohl und Gerhardt bislang nämlich nur zwei Vorgespräche geführt. In beiden ging es um die Frage, was Inhalt der Mediation sein könnte. Das erste fand im April statt, das zweite im Juni. Das heißt, der Betriebsrat hat seit sieben Monaten nichts mehr von den Vermittlern gehört. "Wir sind offen für ein Treffen", sagte der Gießener Betriebsratsvorsitzende Klaus Hanschur dieser Zeitung. (Fotos: AZ)

Quelle: Gießener Allgemeine

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