Familien-Bildungsstätte: Sorge und Optimismus

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Eine Schließung der Evangelischen Familien-Bildungsstätte wäre "ein herber Verlust" und sollte möglichst abgewendet werden: Das schreibt die Arbeitsgemeinschaft Gießener Frauenverbände (AGGF) in einem offenen Brief. Beim Träger rennen sie mit ihrem Appell offene Türen ein. "Wir sind alle bemüht, die Einrichtung zu erhalten", sagt Angelika Thonipara, geschäftsführende Pfarrerin des Verbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau.

Eine Schließung der Evangelischen Familien-Bildungsstätte wäre "ein herber Verlust" und sollte möglichst abgewendet werden: Das schreibt die Arbeitsgemeinschaft Gießener Frauenverbände (AGGF) in einem offenen Brief. Beim Träger rennen sie mit ihrem Appell offene Türen ein. "Wir sind alle bemüht, die Einrichtung zu erhalten", sagt Angelika Thonipara, geschäftsführende Pfarrerin des Verbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau.

Thonipara zeigt sich im GAZ-Gespräch optimistisch. "Wir sind intensiv in Gesprächen zur Übertragung. Es sieht ganz gut aus. Ich gehe davon aus, dass wir nächste Woche etwas vermelden können."

"Gießen ist ohne Familienbildungsstätte nicht vorstellbar", schreibt die AGGF. Die Frauen seien "entsetzt" über das drohende Aus der 1962 als "Mütterschule" gegründeten Bildungsstätte. Sie sei eine zentrale Anlaufstelle für alle Altersgruppen, besonders aber für junge Mütter und Familien. Das Bildungssystem bereite sie nicht vor auf die Alltagsbewältigung, sie seien oft auf sich allein gestellt. Auch für zugewanderte Familien seien die Kurse häufig Orte der Integration und der Kulturvermittlung. "Gerade in den letzten Jahren sind unter der engagierten Leitung von Christiane Hegemann die Angebote immer wieder den aktuellen Erfordernissen angepasst worden."

Dass der Landesverband der evangelischen Frauen seine vier Bildungsstätten in Hessen nicht länger betreiben kann, habe sicher auch etwas mit den Kürzungen der kirchlichen und staatlichen Zuschüsse zu tun, etwa der "Operation sichere Zukunft" des Landes vor 15 Jahren, kritisiert die Arbeitsgemeinschaft.

Wie berichtet, haben in Büdingen, Offenbach und Wiesbaden die Evangelischen Dekanate die Familien-Bildungsstätten übernommen, meist verbunden mit einem Sparprogramm. Das Gießener Dekanat sieht sich dazu finanziell nicht in der Lage; man könne allenfalls Teile des Angebots fortführen, hieß es.

Quelle: Gießener Allgemeine

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