Ehrenbrief für Ellen Schaaf von KulTour 2000

  • VonSaskia Elisa Sophie Nagel
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Ehrung für eine »leidenschaftliche Kulturveranstalterin«: Ellen Schaaf erhielt am Rande des Konzerts im Rathaus (Bericht links) den Ehrenbrief der Stadt Gießen. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz überreichten der überraschten Gießenerin die Urkunde.

Ehrung für eine »leidenschaftliche Kulturveranstalterin«: Ellen Schaaf erhielt am Rande des Konzerts im Rathaus (Bericht links) den Ehrenbrief der Stadt Gießen. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz überreichten der überraschten Gießenerin die Urkunde.

Seit 18 Jahren organisiere Ellen Schaaf mit den jährlichen Mitgliedsbeiträgen ein vielfältiges Programm, sagte Grabe-Bolz – nicht nur für die Mitglieder des von ihr mitgegründeten Vereins KulTour 2000, sondern für alle kulturell Interessierten. Der Verein hat mittlerweile etwa 200 Mitglieder. Gegründet wurde er bei der legendären Millenniumsfeier im Gießener »Ziegelschiff«. »Ein Verein ohne Vereinsmeierei« sei damals das Motto der Initiatoren gewesen. An verschiedenen Orten werden seither Konzerte, Lesungen, Kleinkunst und Exkursionen angeboten.

Häufig kann Schaaf hochkarätige Künstler gewinnen. »Echte kulturelle Highlights« wie Hannah Schygulla, Urban Priol, Eckart von Hirschhausen, Ingrid Noll und vielen anderen gingen auf ihr Konto, berichtete die OB dankbar. »Diese Veranstaltungen bereichern das Kulturleben unserer Stadt und sind aus diesem nicht mehr wegzudenken.«

Nicht nur die Gießener profitieren von Ellen Schaafs Tatendrang. Sie hat im vergangenen Jahr die 120 Jahre alte Schmiede ihres Großvaters in Lauteral im Vogelsberg zur Kulturschmiede umgebaut und lässt nun auch diese mit Veranstaltungen bespielen. »Kultur ist keine Zutat, Kultur ist Sauerstoff einer Gesellschaft« sagte einst Intendant August Everding – dies sei, so Grabe-Bolz, auch das Selbstverständnis von Ellen Schaaf.

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