Dokumentarfilme zum Thema Globalisierung

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Gießen (pm). Zum achten Mal hatte die Globale Mittelhessen in den Jokus eingeladen, sich aktuelle Dokumentarfilme zum Thema Globalisierung anzusehen – und dann mit Regisseuren und sachkundigen Referenten ins Gespräch zu kommen. Auch in diesem Jahr versprach ein abwechslungsreiches Programm spannende Impulse zum Nach- und Weiterdenken, zum Mitmachen und Selber-aktiv-werden.

Gießen (pm). Zum achten Mal hatte die Globale Mittelhessen in den Jokus eingeladen, sich aktuelle Dokumentarfilme zum Thema Globalisierung anzusehen – und dann mit Regisseuren und sachkundigen Referenten ins Gespräch zu kommen. Auch in diesem Jahr versprach ein abwechslungsreiches Programm spannende Impulse zum Nach- und Weiterdenken, zum Mitmachen und Selber-aktiv-werden.

Den Auftakt machte der Film "Llévate mis amores", der von Menschen in Mexiko erzählt, die sich entschlossenen für Migranten aus anderen lateinamerikanischen Ländern einsetzen. Referentin Christina Valdivia vom Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit München hatte Antworten auf die Fragen aus dem Publikum.

Zwei Filme pro Abend

Zweiter Film des Eröffnungsabends war "Les Sauteurs", zu dem Koregisseur Abou Bakar Sidibé vom Leben im Flüchtlingscamp in Melilla und der erfolgreichen Überwindung der Grenzzäune in die EU erzählen konnte. Zum Themenschwerpunkt Flucht und Migration zeigte man am darauffolgenden Tag im Jokus den Film "Asyland". Regisseur Cagdas Yüksel lässt in Interviews Geflüchtete in deutschen Erstaufnahmeeinrichtungen zu Wort kommen. Im Filmgespräch erzählte er dem Publikum von den vielen persönlichen Beziehungen, die sich über das Filmprojekt ergaben.

Dann zog die Globale an ihren neuen Spielort: Auf der Leinwand des "Manhattan"-Saals im Kinocenter wurden nun auch wieder zwei Filme pro Abend gezeigt. Bereits beim ersten Film, "The Storm Makers" (2014) zum Thema Menschenhandel in Kambodscha, fanden sich etwa 40 Besucher ein. Fast doppelt so viele kamen zur Dokumentation "Furusato" (2016) über das Leben im Sperrgebiet des Reaktor-Unfalls von Fukushima. Referent Tobias Büchner vom Produktionsteam erzählte Details zu den Umständen des Filmdrehs an einem Ort, der trotz seiner surrealen und lebensfeindlichen Atmosphäre von seinen Bewohnern auch als "Heimat" empfunden wird.

Die Globale Mittelhessen lief mit ihrem täglichen Angebot im Kinocenter bis Sonntag, an weiteren Spielorten in der Region bis zum 2. Februar. Termine finden sich im Programmheft, das in Läden, Cafés und der Tourist Information ausliegt oder unter www.globalemittelhessen.de.

Quelle: Gießener Allgemeine

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