Wort zum Sonntag

In bester Gesellschaft

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Fridays for Future" – mit ihrer Aktion hat die schwedische Schülerin Greta Thunberg weltweit Schülermassen in Bewegung gesetzt. Jetzt haben sich auch viele Wissenschaftler dieser Bewegung angeschlossen. Auch in Gießen machen Schüler und Studierende auf die Klimakrise aufmerksam. Weltweit stehen sie dafür ein und zeigen, es muss sich etwas ändern. "Mit Naturgesetzen kann man nicht verhandeln", sagte Prof. Harald Lesch in einem Vortrag zum Thema "Wie viele Erden braucht der Mensch? Veränderung durch Wissen?". Da dockt auch der etwas ironische Wortlaut an: "Wieso für die Zukunft lernen, wenn die Zukunft in Gefahr ist?". In der Ironie steckt die Klarheit. Frei nach Thomas Mann sorgt sie für die nötige Distanz und Selbstreflexion, um die Wahrheit hinter den Dingen zu erkennen. Deshalb überrascht es nicht, wenn dann als Antwort "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut", durch die Straßen schallt.

Fridays for Future" – mit ihrer Aktion hat die schwedische Schülerin Greta Thunberg weltweit Schülermassen in Bewegung gesetzt. Jetzt haben sich auch viele Wissenschaftler dieser Bewegung angeschlossen. Auch in Gießen machen Schüler und Studierende auf die Klimakrise aufmerksam. Weltweit stehen sie dafür ein und zeigen, es muss sich etwas ändern. "Mit Naturgesetzen kann man nicht verhandeln", sagte Prof. Harald Lesch in einem Vortrag zum Thema "Wie viele Erden braucht der Mensch? Veränderung durch Wissen?". Da dockt auch der etwas ironische Wortlaut an: "Wieso für die Zukunft lernen, wenn die Zukunft in Gefahr ist?". In der Ironie steckt die Klarheit. Frei nach Thomas Mann sorgt sie für die nötige Distanz und Selbstreflexion, um die Wahrheit hinter den Dingen zu erkennen. Deshalb überrascht es nicht, wenn dann als Antwort "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut", durch die Straßen schallt.

Doch wo Befürworter sind, sind auch Gegner. Der Vorwurf, die Jugend engagiere sich nicht mehr, steht schnell im Raum und wenn sie es doch tut, dann ist es auch nicht richtig. Schon meinen Vertreter der Politik, die Kids sollten Klimaschutz doch lieber den Profis überlassen. Oder bei Greta wird viel zu oft das Aspergersyndrom in den Vordergrund gestellt, um von dem eigentlichen Thema abzulenken – dem Klimaschutz.

So wie es denen geht, die sich für eine Veränderung einsetzen, so muss es auch dem Prophet Jeremia ergangen sein, der in Israel für eine gerechtere Gesellschaft auftrat. Er wurde von vielen gehört, aber auch von vielen angefeindet. Spott und Hohn für den Propheten waren an der Tagesordnung und auch Belehrung von der Führungsriege im damaligen Juda.

Unsere Schüler und Studierenden befinden sich also in bester Gesellschaft, wenn sie auf ein Thema aufmerksam machen, das Ungerechtigkeiten aufwirft. Ungerechtigkeiten auch in Bezug auf der Bewahrung der Schöpfung. Jeremiah legte den Finger in die Wunde der Ungerechtigkeit seiner Zeit. Wir als mündige Menschen heute, in die Wunden unserer Zeit. Ich glaube, dass es gut ist, wenn wir uns alle für ein gerechtes Miteinander einsetzen, dass wir gerecht und fair miteinander leben und es dann heißen kann: "Wir waren hier, wir waren laut, weil Gottes Schöpfung auf uns baut"!

Pfarrerin Marisa Mann,

Ev. Kirchengemeinde W.-Steinberg

Quelle: Gießener Allgemeine

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