Baubeginn für neue Lahnbrücke im Sommer

Gießen (pm). Mit dem Bau der neuen Lahnbrücke, die die West- und die Nordstadt miteinander verbinden wird, soll im Sommer begonnen werden. Das Bauwerk, eine schlanke Brücke für Fußgänger und Radfahrer, werde für die beiden Stadtteile ganz neue Verbindungen schaffen, so Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich.

Die Brücke werde als rückverankerte Hängebrücke mit zwei Stahlpylonen ausgeführt. Die Stützung der Tragseile erfolge durch zwei 15 Meter hohe Pylone auf beiden Seiten der Lahn. Die Brücke werde auch für Rad- und Wasserwanderer schon von weitem als Landmarke erkennbar sein, denn diese Pylone seien noch einmal um sieben Meter verlängert und böten somit eine markante Silhouette, die auch von der Sudetenlandstraße aus erkennbar sein wird, so Weigel-Greilich.

Mit einer Breite von vier Metern werde die Brücke ausreichend Platz für Fußgänger und Radfahrer bieten; auch reiche die Höhe über der Lahn aus, um Schiffsverkehr zu ermöglichen – etwa für das beliebte Ausflugsboot "Schlammbeiser". Außerdem störe kein Pfeiler im Wasser den Bootsverkehr, denn die Brücke werde eine lichte Weite von 50 Metern zwischen dem Ost- und dem Westwiderlager haben. Durch die horizontal verspannten Stahlseile des Geländers werde das Bauwerk besonders luftig und elegant wirken.

Die Zuwegung zum Brückenbauwerk erfolgt nach Worten der Bürgermeisterin durch neu angelegte öffentliche Grünflächen. An beiden Einmündungen – in den Leimenkauter Weg im Westen und die Bootshausstraße im Osten – bildeten kleine befestigte Plätze einen repräsentativen Auftakt und böten sich als Treffpunkt oder Ort zum Verweilen an.

Die neue Brücke stehe im Zusammenhang mit zwei weiteren Maßnahmen, die ebenfalls bis 2014 realisiert werden: dem Durchstich durch den Bahndamm in Höhe der Dammstraße und der Anlage einer Rampe über das Lahnwehr. Dadurch entstünden ganz neue Möglichkeiten, die Lahn auf einem "Rundkurs" von etwa zwei Kilometer Länge mit Rad, Inlinern oder zu Fuß zu erleben. Mit dem Zuweg über die Dammstraße bestehe die direkte Verbindung zur Innenstadt.

Laut Weigel-Greilich wird die Brücke eine Schlüsselstellung einnehmen im vorhandenen Radwegenetz. Untersuchungen ließen die Vermutung zu, dass sich der Radverkehr verstärkt auf die neue, kürzere Route verlagern werde.

Darüber hinaus sei davon auszugehen, dass durch die attraktive Verbindung Verkehrsteilnehmer vermehrt auf das Rad umsteigen werden.

Quelle: Gießener Allgemeine

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