Während der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel seine Rede hielt, gab es auch Proteste. Polizisten sicherten die Bühne. 		(Foto: csk)
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Während der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel seine Rede hielt, gab es auch Proteste. Polizisten sicherten die Bühne. (Foto: csk)

Auftritt von AfD-Kandidat Henkel von Protesten begleitet

Gießen (csk). Die bevorstehende Europawahl hat am Samstagvormittag für aufgeheizte Stimmung am Kreuzplatz gesorgt. Anlass war eine Kundgebung des Gießener Kreisverbands der Alternative für Deutschland (AfD), bei der Hans-Olaf Henkel, zweiter Spitzenkandidat der Partei, sprach.

Ein Dutzend linksautonome Aktivisten störte den Auftritt mit Trillerpfeifen, Zwischenrufen und Plakaten. Anders als noch am Freitag in Frankfurt konnte Henkel seine Rede mit Hilfe eines großen Polizeiaufgebots aber wie geplant halten. Dabei kritisierte er die Euro-Rettungspolitik und forderte eine demokratischere EU.

Sollte seine Partei nach der Wahl am kommenden Sonntag ins Europaparlament einziehen, werde sie »die kritische Stimme aus Deutschland« sein, versprach der ehemalige BDI-Präsident. Dass laut Umfragen bald bis zu 30 Prozent der Abgeordneten europakritischen Parteien angehören könnten, nannte er »eine neue Qualität«. Den etablierten Parteien warf Henkel Etikettenschwindel vor – schließlich werde die Eurorettung stets als alternativlos dargestellt. Tatsächlich sei sie »ökonomisch wie politisch unverantwortlich«. »Der Euro ist kein Friedensprojekt – er bedroht den Frieden in Europa!«, sagte Henkel.

Mehr zur Wahlkampfveranstaltung finden Sie am Montag in der Gießener Allgemeinen Zeitung und im E-Paper.

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