Auch Stadtkoalition will "Lernort" im Meisenbornweg

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Nach der neuen Landesregierung aus CDU und Grünen hat sich auch die Gießener Stadtkoalition aus SPD, CDU und Grünen dafür ausgesprochen, ein Nachnutzungskonzept für das frühere Notaufnahmelager am Meisenbornweg zu entwickeln. Der Magistrat soll sich darüber mit dem Land austauschen, heißt es in einem Antrag der Koalitionsfraktionen für die Februarsitzung des Stadtparlaments.

Nach der neuen Landesregierung aus CDU und Grünen hat sich auch die Gießener Stadtkoalition aus SPD, CDU und Grünen dafür ausgesprochen, ein Nachnutzungskonzept für das frühere Notaufnahmelager am Meisenbornweg zu entwickeln. Der Magistrat soll sich darüber mit dem Land austauschen, heißt es in einem Antrag der Koalitionsfraktionen für die Februarsitzung des Stadtparlaments.

Hintergrund ist die bereits im vergangenen Jahr vollzogene Entscheidung des Landes, die Liegenschaft im Meisenbornweg nicht mehr zur Flüchtlingsunterbringung zu nutzen. Land und Stadt sind sich einig, dass die Geschichte des Notaufnahmelagers in einem Teilbereich der Liegenschaft angemessen gewürdigt wird.

Seit 1946 war der Meisenbornweg Anlaufpunkt für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler. Insbesondere in der Zeit der Deutschen Teilung galt der Name "Gießen" in der DDR als Inbegriff für Freiheit und mithin als ein "Sehnsuchtsort". Auch in den 90ern, u. a. während des Balkankriegs, und dann während der Flüchtlingskrise 2015/2016 war die Erstaufnahmeeinrichtung von "herausragender Bedeutung" über Hessen hinaus. "Um dieses Erbe als Erinnerungs- und Lernort für nachfolgende Generationen zu erhalten, wollen wir für diese Einrichtung zusammen mit dem Land eine Konzeption zur Umwandlung in eine Gedenkstätte erarbeiten lassen", erklärt CDU-Fraktionschef Klaus Peter Möller für die Stadtkoalition.

Quelle: Gießener Allgemeine

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