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Das Hochschulrechenzentrum der Justus-Liebig-Universität. FOTO: SCHEPP

"Alle Spielräume nutzen"

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Gießen(khn). In einer Videobotschaft hat sich der Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Joybrato Mukherjee, an Mitarbeiter und Studierende gewandt. Er sprach von einer "turbulenten Woche", die die Hochschule erlebe, und einem "digitalen Notstand": Am Sonntag war die Uni vom Netz genommen worden, weil eine bislang unbekannte und komplexe Variante einer Schadsoftware entdeckt worden war. Mukherjee stimmte Studierende und Mitarbeiter darauf ein, dass es nach dem möglichen Hacker-Angriff ein langer Weg sein werde, bis die Systeme wieder voll funktionsfähig seien.

An die Studierenden gewandt betonte er, die Uni werde "alle Spielräume nutzen", damit den Hochschülern durch den IT-Sicherheitsvorfall keine Nachteile entstünden. Die Uni wisse unter anderem um die Hilfe des Kultus- sowie des Wissenschaftsministeriums. Mitarbeiter der Uni Gießen haben damit begonnen, ihre Dienstcomputer auf Schadsoftware zu überprüfen. Dafür seien derzeit mehrere Hundert USB-Sticks mit einem Virenscanprogramm im Umlauf, teilte die Pressestelle mit. Die Geräte müssen in zwei Wellen geprüft werden und dürfen dabei keine Auffälligkeiten zeigen, ehe sie als sicher gelten und genutzt werden können.

Mit Hochdruck arbeiten die Fachleute des Hochschulrechenzentrums und des Forschungszentrums für Cybersicherheit ATHENE daran, einzelne Systeme auf die bislang unbekannte Schadsoftware zu prüfen. Mukherjee sprach davon, dass in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien "maximal effizient" daran gearbeitet werde, damit die Uni wieder in die "digitale Welt" einsteigen könne.

Quelle: Gießener Allgemeine

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