16. Februar 2019, 18:55 Uhr

Besser als in der Vorsaison: Wolfsburg schielt nach oben

Wolfsburg ist schon jetzt besser als in der vergangenen Saison. Statt Abstiegskampf ist der VfL nun oben mit dabei. Spielerisch blieben die Niedersachsen gegen Mainz aber vieles schuldig.
16. Februar 2019, 18:55 Uhr
Von Lars Reinefeld, dpa
Wolfsburgs Maximilian Arnold (2.v.r) bejubelt mit seinen Mitspielern sein Tor zum 1:0 gegen den FSV Mainz 05. (Foto: P. Steffen)

Nach Jahren der Tristesse geht der Blick beim VfL Wolfsburg wieder nach oben.

Durch den ersten Heimsieg im Jahr 2019 kletterten die Niedersachsen zumindest vorübergehend auf den fünften Tabellenplatz und untermauerten damit nach zwei Last-Minute-Rettungen in der Relegation ihre Europapokal-Ambitionen. «Wir haben jetzt mehr Punkte als in der gesamten Vorsaison. Das war schon ein kleiner Meilenstein», sagte Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia nach dem 3:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05.

Vor lediglich 20.334 Zuschauern erzielten Maximilian Arnold (4. Minute), Wout Weghorst (69, Handelfmeter) und Robin Knoche (76.) die Treffer für die Niedersachsen. Für den VfL war es der erste Sieg gegen Mainz seit Oktober 2014. Zuletzt hatten beide Teams sechs Mal nacheinander Remis gegeneinander gespielt. Mainz kassierte nun die dritte Niederlage in Serie, die längste Negativserie für die Rheinhessen in der laufenden Saison. «Es ist eine schwere Phase für uns, aber der stellen wir uns», sagte der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder.

Die Wolfsburger haben die schweren Phasen der Vergangenheit dagegen abgehakt. «Es fühlt sich sehr gut an, einmal nicht da unten rumzukrebsen», sagte Arnold. 20 Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz, mit dem Abstieg dürfte der VW-Club daher in dieser Saison nichts mehr zu tun bekommen. «Aber wir lehnen uns jetzt nicht zurück», sagte Labbadia. Am nächsten Wochenende geht es für den VfL nach Mönchengladbach.

Die Wolfsburger erwischten einen perfekten Start und gingen bereits mit der ersten Torchance in Führung. Arnold zog aus 17 Metern ab und traf flach ins rechte Eck. Danach unterliefen beiden Teams viele Stockfehler, so dass sich eine Partie auf niedrigem Niveau entwickelte.

Auch nach dem Seitenwechsel boten beide Teams weiter absolute Fußball-Magerkost. Die Mainzer agierten zwar zunächst feldüberlegen, konnten sich gegen die Wolfsburger Defensive aber nicht durchsetzen. Es passte zu der zerfahrenen Partie, dass ein Elfmeter-Pfiff mit mehrminütiger Verspätung für die Entscheidung sorgte.

Nach dem besten Angriff der Partie über Josip Brekalo und Yannick Gerhardt scheiterte Weghorst an FSV-Torwart Müller. Danach spielte der Mainzer Jean-Philippe Gbamin den Ball mit der Hand, was Schiedsrichter Benjamin Cortus zunächst aber nicht ahndete. Erst nachdem das Spiel bereits einige Zeit weitergelaufen war, überprüfte der Unparteiische die Szene am Monitor und entschied auf Strafstoß. Weghorst verwandelte sicher. «Für mich muss der Video-Assistent da nicht eingreifen, weil es keine klare Fehlentscheidung war», kritisierte der Mainzer Trainer Sandro Schwarz.

Mainz steckte danach auf, so dass die Hausherren das Ergebnis noch ausbauen konnten. Abwehrchef Knoche sorgte in seinem 150. Bundesligaspiel für den VW-Club für den Endstand. Es war zugleich das 1100. Bundesliga-Tor für Wolfsburg.

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