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Zverev stoppt Alcaraz

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Alexander Zverev spielt einen beidhändigen Rückhand-Return. Nach 3:18 Stunden auf dem Court Philippe-Chatrier bezwingt er Carlos Alcaraz. FOTO: AFP © AFP GmbH

Alexander Zverev hat bei den French Open gegen Tennis-Wunderkind Carlos Alcaraz gewonnen. Nun steht er in Paris in der Vorschlussrunde. Leichter wird es da aber nicht.

Alexander Zverev hat den kometenhaften Aufstieg von Wunderkind Carlos Alcaraz mit einem Gala-Auftritt gestoppt und ein dickes Ausrufezeichen hinter seine Titelambitionen bei den French Open gesetzt. Der Weltranglistendritte knackte das spanische Ausnahmetalent beim 6:4, 6:4, 4:6, 7:6 (9:7) mit einer mentalen wie spielerischen Topleistung und steht wie im Vorjahr im Halbfinale von Paris.

»Ich wusste, dass ich von Beginn an mein absolut bestes Tennis zeigen muss. Ich bin einfach nur glücklich, dass mir das gelungen ist«, sagte Zverev: »Ich hoffe, mir gelingt es, dieses Turnier zu gewinnen, bevor er anfängt, das sehr oft zu tun. Er ist ein unglaublicher Spieler.«

Zverev, der nach 3:18 Stunden seinen zweiten Matchball verwandelte, zeigte in einer packenden Viertelfinalpartie auf höchstem Niveau seine beste Vorstellung in diesem Jahr und beendete ganz nebenbei auch noch eine leidige Serie: Erstmals im zwölften Versuch schlug er einen Top-Ten-Spieler in einem Grand-Slam-Turnier und kann nach dem Erfolg über den zuvor 14-mal in Folge unbesiegten Alcaraz mit breiter Brust um seine zweite Finalteilnahme bei einem Major kämpfen.

In der Runde der letzten vier am Freitag erwartet den 25 Jahre alten Hamburger nun die nächste Höchstschwierigkeit auf der ganz großen Bühne. Zverev trifft auf Grand-Slam-Rekordsieger Rafael Nadal oder den Weltranglistenersten Novak Djokovic, die sich in einem Duell der Tennis-Giganten am Dienstagabend zum insgesamt 59. Mal gegenüberstanden (Ende nach Redaktionsschluss).

Der deutsche Topspieler, im Turnierverlauf nicht immer souverän, ging mit einer 2:1-Bilanz in die mit Spannung erwartete Partie gegen Alcaraz. Das bis dato letzte Aufeinandertreffen Anfang Mai im Finale von Madrid hatte er klar gegen den 19 Jahre alten Aufsteiger der Saison verloren und war gewarnt vor dem Athleten aus Murcia, der in diesem Jahr schon die versammelte Elite besiegt und vier Titel eingefahren hat.

Zverev war sofort da und setzte seinen jungen und offensichtlich etwas nervösen Kontrahenten unter Druck. Nach 43 Minuten machte er den ersten Durchgang zu. Es sei für ihn an der Zeit, »auch mal einen Grand Slam zu gewinnen«, hatte der Wahl-Monegasse, der 2020 im Finale der US Open schon einmal ganz nah dran war, gesagt. Entsprechend fokussiert blieb er im zweiten Satz, Alcaraz zeigte unter Anfeuerung seiner Fans mehr von seinem spektakulären Spiel. Doch Zverev blieb bei sich, nahm seinem Gegner den Aufschlag zum 4:3 ab und schloss den Satz mit einem Ass ab. Eine kleine Schwäche zum Ende von Durchgang drei nutzte der Spanier für das 1:2 nach Sätzen. Abschnitt vier ging im Tiebreak an den Deutschen.

In der Frauen-Konkurrenz erreichten Coco Gauff (USA) und Martina Trevisan (Italien) nach Siegen gegen Sloane Stephens und Leylah Fernandez erstmals das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

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