Handball / EM-Qualifikation

Weiteres Selbstvertrauen für Heim-WM sammeln

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Sie haben zusammen gekocht, sie haben hart trainiert, sie haben deutlich gesiegt – nun wollen die deutschen Handballer ihre bislang perfekte Woche auf der "Abenteuerreise" in den Kosovo krönen. "Das ist ein Pflichtspiel, dass wir einfach gewinnen müssen", sagte Kapitän Uwe Gensheimer vor dem Premierenduell gegen das junge Balkanland.

Sie haben zusammen gekocht, sie haben hart trainiert, sie haben deutlich gesiegt – nun wollen die deutschen Handballer ihre bislang perfekte Woche auf der "Abenteuerreise" in den Kosovo krönen. "Das ist ein Pflichtspiel, dass wir einfach gewinnen müssen", sagte Kapitän Uwe Gensheimer vor dem Premierenduell gegen das junge Balkanland.

Gensheimer weiß: Die Partie in der EM-Qualifikation am Sonntag (19.30 Uhr/sportdeutschland.tv) ist nicht irgendein Spiel, ist sie doch der letzte Auftritt unter Wettkampfbedingungen vor der WM im eigenen Land. Ein deutlicher Sieg in Pristina soll die aufkommende Euphorie im deutschen Team weiter befeuern.

"Das Thema Heim-WM wird immer größer. Es geht jetzt in die heiße Phase", sagte DHB-Teammanager Oliver Roggisch und forderte nach dem mühelosen 37:21 am Mittwoch in der Wetzlarer Rittal Arena gegen Israel, am Drücker zu bleiben: "Wir wollen das Maximale herausholen. Es geht darum, unabhängig vom Spielstand immer weiter Vollgas zu geben."

Bundestrainer Christian Prokop will das Spiel gegen die international drittklassigen Kosovaren nutzen, die in der Lehrgangswoche einstudierten Abläufe, Spielsysteme und Automatismen zu verfestigen. Auch die neue, offensive 3:2:1-Variante soll weiter getestet werden, um "dort den nächsten Schritt nach vorne zu machen".

Für die Nationalspieler ist der Balkan-Trip zudem die letzte Chance, sich für den Höhepunkt im Januar in Position zu bringen. Denn Coach Prokop will am 10. Dezember seinen vorläufigen 28er-Kader für die WM nominieren. Exakt einen Monat später muss er sein Aufgebot dann zum WM-Auftaktspiel gegen Korea auf 16 Spieler eindampfen.

Bei aller Konzentration auf die WM darf eines nicht vergessen werden: Mit einem weiteren Sieg können Gensheimer und Co. auch einen gewaltigen Schritt in Richtung EM machen. "Wir gehen mit so viel Selbstvertrauen da rein, dass wir sagen, dass wir das auch schaffen", sagte Gensheimer. Kosovos Quali-Einstand am Mittwoch war nicht gerade furchteinflößend: In Polen setzte es eine herbe 13:37-Pleite.

Mit einem Sieg am Sonntag und dann 4:0 Punkten könnte das DHB-Team den beiden Quali-Spielen gegen Polen im April ganz entspannt entgegen sehen. Zudem wäre das EM-Ticket ganz nah, qualifizieren sich doch ersten beiden Teams jeder der acht Vierergruppen sowie die besten vier Gruppendritten für das Turnier, das im Januar 2020 in Österreich, Norwegen und Schweden ausgetragen wird. Die Rückspiele gegen Israel und den Kosovo bilden im Juni den Abschluss der Endrunden-Vorausscheidung.

Rückraumspieler Steffen Fäth und Torwart Dario Quenstedt wurden am Freitag nachnominiert. Fäth (Rhein-Neckar Löwen) rückt für den angeschlagenen Lemgoer Tim Suton ins DHB-Aufgebot. "Steffen Fäth wird uns auf den Positionen Rückraum Mitte und links verstärken. Wir werden ihn unter Wettkampfbedingungen in unsere spieltaktischen Abläufe integrieren", sagte Prokop am Freitag. Magdeburgs Keeper Quenstedt ersetzt Silvio Heinevetter vom EHF-Cup-Sieger Füchse Berlin.

Quelle: Gießener Allgemeine

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