+
Die Champions-League-Uhr tickt wieder für Niko Kovac und den FC Bayern.

Vorsicht geboten

  • schließen

Bayern München und Bayer Leverkusen starten in der Champions League mit Heimspielen gegen die vermeintlich leichtesten Gruppen-Gegner. Das kann ein Vorteil sein, doch mit einem Fehltritt würde sich das Duo gleich unter Zugzwang setzen.

Vorsicht geboten, verlieren verboten! Zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison darf sich das deutsche Duo mit Bayern München und Bayer Leverkusen keinen Fehlstart erlauben. Eine Niederlage gegen die vermeintlich schwächsten Gruppen-Gegner in den Heimspielen am heutigen Mittwoch brächte die Bundesliga-Vertreter vor den schweren Auswärtsspielen in 14 Tagen gleich in die Bredouille. Der Auftrag für die deutschen Vereine ist also klar: Gegen Roter Stern Belgrad (21 Uhr/Sky) in der Gruppe B wollen die Startspezialisten des FC Bayern den 16. Auftaktsieg in der Königsklasse nacheinander landen, Bayer Leverkusen empfängt zur gleichen Zeit in der Gruppe D Lokomotive Moskau (DAZN).

Die Münchner wollen den Grundstein legen für eine erfolgreichere Spielzeit als im Vorjahr. Da endete die Reise durch Europas Fußball-Beletage schon im Achtelfinale. Das soll nicht wieder vorkommen, und so strahlen die Bayern-Profis um Kapitän Manuel Neuer im spätsommerlichen München Zuversicht und Selbstbewusstsein aus. Auch Trainer Niko Kovac scheint voller Vorfreude, schließlich hat er fast seinen kompletten Edel-Kader beisammen. Nur die verletzten Leon Goretzka und David Alaba fehlen. Die 70 000 Fans in der ausverkauften Allianz Arena dürften gespannt sein, ob die Neuzugänge Philippe Coutinho und Ivan Perisic erstmals in der Königsklasse für die Bayern auflaufen. Auch Weltmeister Corentin Tolisso drängt ins Team.

"Wir sind heiß darauf, gut loszulegen. Es ist schon entscheidend, wie man reinkommt. Wir wollen gleich eine Duftmarke setzen", bekräftigte Thomas Müller, der womöglich für Coutinho weichen muss. Allen ist klar, dass Serbiens Meister mit Ex-Nationalspieler Marko Marin als Underdog gilt und als solcher in München nicht zu verlieren hat. "Wir als FC Bayern müssen auf alle Fälle den Anspruch haben, diese Gruppe als Erster zu beenden", sagte Nationalspieler Joshua Kimmich schon mit Blick auf den Auswärts-Doppelpack bei Tottenham Hotspur (1. Oktober) und Olympiakos Piräus (22. Oktober).

Das Belgrader Team von Trainer Vladan Milojevic überraschte im Vorjahr, als es den späteren Sieger FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp daheim mit 2:0 bezwang. Auswärts gab es in der Gruppenphase jedoch heftige Pleiten wie das 1:6 bei Paris Saint-Germain und das 0:4 in Liverpool.

Wie der FC Bayern will sich auch Leverkusen zum Start die ersten drei Punkte und Selbstvertrauen holen. Es folgen nämlich die schweren Partien bei den Favoriten Juventus Turin und Atlético Madrid. Der russische Pokalsieger Lokomotive Moskau gilt in der BayArena als Außenseiter, der bezwungen werden muss, soll das Achtelfinale nicht gleich in weite Ferne rücken. "Das ist eine hochattraktive, aber natürlich auch extrem schwere Gruppe. Aber wir werden alles geben, um das Achtelfinale zu erreichen", sagte Sportchef Rudi Völler vor dem Spiel gegen das Team um den früheren Weltmeister und Ex-Schalker Benedikt Höwedes.

Bisher erreichte der Königsklassen-Finalist von 2002 bei acht Teilnahmen immerhin sieben Mal die K.o.-Runde. Das ist auch diesmal das erklärte Ziel. Dazu müsse man laut Völler gegen Lokomotive Moskau "schnell in die Spur", finden. "Wir müssen versuchen, mit einem Sieg in die Gruppenphase zu starten", betonte auch Simon Rolfes. Höwedes, der trotz einer gegen Sotschi erlittenen Platzwunde am Wochenende unbedingt spielen will, ist es das Duell der "krassen Außenseiter". Das 0:4 in Dortmund trug nicht gerade zur Beruhigung unter dem Bayer-Kreuz bei. "Wir waren am Ende keine Mannschaft mehr", kritisierte Trainer Bosz.

Quelle: Gießener Allgemeine

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare