Unrühmliches Ende einer Erfolgsstory

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Endlich mehr Ruhe! Nach dem Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang zum FC Arsenal hofft der wankende BVB auf eine Rückkehr zur Normalität. Der sportliche Verlust gefährdet aber das Saisonziel Champions League.

Sportlich ein Verlust, für das Vereinsklima von Vorteil – das zuletzt unrühmliche Kapitel Pierre-Emerick Aubameyang ist für Borussia Dortmund geschlossen. Nach diversen schlagzeilenträchtigen Provokationen in den vergangenen Tagen wechselt der Torjäger für 63,75 Millionen Euro zum FC Arsenal. "Von den unschönen Ereignissen der vergangenen Wochen abgesehen, erinnern wir uns gern daran zurück, dass die Geschichte von Pierre-Emerick Aubameyang beim BVB über mehr als vier Jahre eine einzige Erfolgsstory war", kommentierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. "Er hat in dieser Zeit Großartiges für Borussia Dortmund geleistet."

Auch Aubameyang schlug via Instagram versöhnliche Töne an: "Sorry für alles, was im letzten Monat geschehen ist. Aber ich wollte schon letzten Sommer wechseln, da klappte es nicht, aber jetzt musste es sein. Vielleicht war es nicht der beste Weg, für den ich mich entschieden habe, aber jeder weiß, dass Auba verrückt ist – und ja, ich bin ein verrückter Junge."

Aubameyang spielt künftig auch mit Nationalspieler Mesut Özil zusammen, der seinen Vertrag beim FC Arsenal bis zum Sommer 2021 verlängerte, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus dem Umfeld des 29-Jährigen erfuhr.

Viele Dortmunder reagierten mit Erleichterung. Nur ein halbes Jahr nach dem erstreikten Wechsel von Dembélé provozierte ein weiterer BVB-Profi seinen Abgang. Mehrere Verfehlungen, die Aubameyang in den vergangenen 15 Monaten diverse Suspendierungen und Geldstrafen eingebracht hatten, verärgerten die Vereinsführung.

Zudem sorgte der 28-Jährige wie schon sein Kumpel Dembélé im vergangenen Sommer für eine bundesweite Debatte über den Sittenverfall im Profifußball. "Es ist ein Unding, dass du als Club und Trainer inzwischen ausgeliefert bist. Wo endet das denn? In Anarchie!", klagte Frankfurt-Coach Niko Kovac jüngst im Fachmagazin "Kicker".

Der Verkauf des Bundesliga-Torschützenkönigs der vergangenen Saison soll nun für ein harmonischeres BVB-Klima sorgen. Selbst innerhalb der Mannschaft war der Rückhalt für das Enfant terrible geschwunden, das abseits des Platzes gerne mit schriller Mode und extravaganten Sportwagen auffiel. "Das schafft Unruhe in der ganzen Mannschaft. Es ist nicht ganz so einfach, das alles abzuschalten und sich immer wieder nur auf den Fußball zu konzentrieren", hatte Mitspieler André Schürrle die anhaltenden Eskapaden Aubameyangs beschrieben.

Aus sportlichen Gründen ist der Stürmer für den Bundesliga-Sechsten jedoch ein Verlust. Schließlich erzielte der 2013 für rund 13 Millionen Euro verpflichtete Gabuner in seinen 213 Pflichtspielen für den BVB beachtliche 141 Tore. Noch vor wenigen Monaten sah sich die Vereinsführung veranlasst, den ursprünglich bis 2020 laufenden Vertag bis 2021 zu verlängern. Ohne Aubameyang dürfte das Saisonziel Champions-League-Qualifikation für den BVB nur schwer zu erreichen sein. Als Ersatz kommt der bis zum Saisonende vom FC Chelsea ausgeliehene Belgier Michy Batshuayi. Der 24 Jahre alte Belgier will sich durch viele Tore bei Dortmund für eine WM-Teilnahme im Sommer empfehlen.

Neben Aubameyang verlässt auch Marc Bartra den BVB und spielt künftig für Betis Sevilla in der ersten spanischen Liga. Laut "Kicker" müssen die Andalusier für den 13-maligen spanischen Nationalspieler eine Ablöse von 10,5 Millionen Euro an den BVB überweisen.

Quelle: Gießener Allgemeine

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