Überragender Rebic

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Eintracht Frankfurt ist zurück in der Erfolgsspur. Der DFB-Pokalsieger lässt dem Tabellenletzten Hannover 96 keine Chance und darf sich nun auf den zweiten Festtag in der Europa League freuen.

Als Ante Rebic acht Minuten vor Schluss den Rasen verließ, erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen und verabschiedeten den überragenden Kroaten mit tosendem Beifall. Der Vize-Weltmeister führte Pokalsieger Eintracht Frankfurt am Sonntag beim 4:1 (2:0) gegen Hannover 96 mit einer Gala-Vorstellung zum ersten Saison-Heimsieg und wurde danach von allen Seiten mit Lob überhäuft. »Ante ist ein unglaublich toller Spieler. Er hat uns sehr gut getan«, lobte Eintracht-Trainer Adi Hütter den bulligen Angreifer.

Vor 46 300 Zuschauern erzielten Evan Obite N’dicka in der 36. Minute, Rebic (45.+1), Jonathan de Guzmán (59.) und Luka Jovic (89.) die Tore für die Hessen, die sich mit sieben Punkten ins Mittelfeld der Tabelle vorschoben und eine gelungene Generalprobe für das Europa-League-Spiel gegen Lazio Rom am kommenden Donnerstag feierten.

»Ich freue mich unheimlich. Das war ein Befreiungsschlag für uns«, stellte Hütter erleichtert fest. »Es hat mir sehr gut gefallen, wie die Mannschaft für diesen Sieg gekämpft hat.« Den Gegentreffer von Florent Muslija (86.) konnte die Eintracht locker verschmerzen.

Die weiter sieglosen Niedersachsen befinden sich dagegen als Tabellenletzter mit nur zwei Punkten schon früh in der Saison im Abstiegskampf, den sie in ihrer momentanen Verfassung kaum bestehen können. »Es gibt nichts schön zu reden: Das war nicht gut genug für die Bundesliga«, räumte 96-Trainer André Breitenreiter ein.

Ganz anders ist die Stimmungslage bei der Eintracht, die durch das Startelfdebüt von Rebic sichtbar beflügelt wurde. Der 25-Jährige war an fast jeder gefährlichen Offensivaktion der Hessen beteiligt und von Hannovers Abwehr nie in den Griff zu bekommen. »Jeder weiß, dass er ein Top-Stürmer ist. Aber wir haben es ihm auch zu leicht gemacht«, monierte Breitenreiter.

Der nach der WM lange angeschlagene Kroate zeigte mit seinem Tempo und Durchsetzungsvermögen, warum er so wertvoll für die Eintracht ist. »Ante hat mit seiner Leistung alles überstrahlt«, lobte Abwehrspieler Marco Russ nach seinem 300. Bundesligaspiel den Matchwinner. »Man sieht, wohin er uns mit seiner Leistung bringen kann.«

Neben Rebic stand auch der vom FC Liverpool ausgeliehene Brasilianer Allan das erste Mal in der Anfangsformation der Frankfurter, die schwungvoll begannen. Ein auf das Tornetz abgefälschter Kopfball von Lucas Torró (17.) brachte erstmals Gefahr. Sechs Minuten später wurde Sébastien Haller in aussichtsreicher Position im letzten Moment von der 96-Abwehr um den Brasilianer Felipe, der den ausgefallen Kevin Wimmer ersetzte, gestoppt.

Die Führung für die Hausherren fiel fast zwangsläufig und völlig verdient. Filip Kostic hob den Ball nach einer abgewehrten Ecke in den Strafraum, Haller verlängerte per Kopf vor das Tor, wo N’dicka nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte. Es war der erste Bundesligatreffer für den im Sommer vom französischen Zweitligisten AJ Auxerre gekommenen Abwehrspieler.

Und Frankfurt legte noch vor der Pause nach. Dieses Mal passte Haller auf seinen Sturmpartner Rebic, der sich gekonnt durchtankte und 96-Torwart Michael Esser keine Chance ließ. Nach dem Wechsel spielten die Gäste zwar etwas mutiger nach vorne, zündende Ideen blieben jedoch weitgehend aus.

Die Hessen waren da viel effizienter. Nach einer knappen Stunde startete Rebic ein Solo und legte dann quer auf De Guzmán, der den Ball ins leere Tor schob. Der Rest war für die Frankfurter gegen überforderte Gäste nur noch Schaulaufen.

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