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Filip Kostic fällt am Sonntag aus. IMAGO

Trapp und Kostic fallen aus

Eintracht Frankfurt muss im Bundesligaspiel am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) beim FC Augsburg coronabedingt auf Torwart Kevin Trapp und Linksaußen Filip Kostic verzichten. Eine PCR-Testung der beiden Schlüsselspieler am Freitag ergab »bei beiden ein grenzwertig positives Ergebnis bei einer milden Symptomatik«, teilte der hessische Fußballclub am Abend mit.

Beiden Spielern gehe es gesundheitlich gut.

Zuvor hatte Cheftrainer Oliver Glasner auf einer Pressekonferenz zum Augsburg-Spiel »entsprechende Social-Media-Gerüchte« nicht bestätigen können. Die Auswertung der PCR-Testung sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfolgt gewesen, hieß es in der Mitteilung. Aufgrund des zuerst nicht eindeutigen Ergebnisses sei eine weitere Testung erforderlich gewesen.

Am Nachmittag hatte Trainer Oliver Glasner noch abgewiegelt

Als Glasner die Fragen am Freitag dann doch zu viel und zu bohrend wurden, hatte sich der Frankfurter Trainer ins humoristische Dickicht flüchten wollen. Er habe »heute am Nachmittag noch einen Call mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach«, zog der österreichische Fußballlehrer die Frage ins Lächerliche. »Wir werden das alles erneut durchsprechen mit den Gesundheitsämtern und dann schauen wir mal«, fügte er noch an und sorgte damit für Verwirrung.

»Wenn irgendein Spieler definitiv ausfallen würde, dann hätte ich das heute gesagt. Bisher gibt es nichts«, sagte der Coach, aber er sei in dieser »strangen, komplizierten Zeit« vorsichtig, was Prognosen angeht. Man wolle keine Wasserstandsmeldungen abgeben, »solange ich jetzt keine klare Aussage habe, halte ich mich etwas zurück«.

Nun ist klar. Trapp und Kostic fallen aus. Der Schweizer Djibril Sow und Almamy Touré aus Frankreich waren nach zuvor unklaren Testergebnissen in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, Außenbahnspieler Danny da Costa befindet sich weiter in Quarantäne.

Ein Ausfall des Linksfußes Kostic trifft die Eintracht natürlich im Mark. Der von vielen Klubs umworbene Flügelspieler ist im Grunde nicht zu ersetzen. Auch bei der Jahresauftaktschlappe gegen Borussia Dortmund war er an beiden Frankfurter Toren direkt beteiligt.

Gegen den FC Augsburg tut sich die Eintracht traditionell schwer

Trotz der Auftaktpleite im neuen Jahr sieht sich die Frankfurter Eintracht gut gewappnet. Die Ambitionen sind ja nicht kleiner geworden, Europa soll es sein. Trainer Glasner war zudem mit dem Start trotz des 2:3 zufrieden, »eine Niederlage, die wir uns selbst zuzuschreiben« hätten. Aber eine spielerische Entwicklung sei unverkennbar. »Wir wollen an die Auftritte aus dem November, Dezember anknüpfen«, sagte Glasner, »und das ist gelungen.«

Und er verlangt von seiner Mannschaft wieder Mut zur Attacke. Passivität führe nur dazu, den Gegner aufzubauen. Gegen den FCA, gegen den sich die Hessen traditionellerweise schwertun, weil sie die nicklige, körperbetonte Gangart nicht mögen. In Augsburg werde man sich erneut wenig Fehler im Spielaufbau erlauben dürfen, denn wenn die bayerischen Schwaben etwas können, dann das Kontern.

Der FC Augsburg, aktuell auf dem Relegationsplatz 16, habe die zweithöchste »vertikale Spielgeschwindigkeit« in der Liga, sie spielen die Bälle blitzschnell nach vorne. Da wird Martin Hinteregger gegen seinen alten Klub auf der Hut sein müssen.

Derweil steht Amin Younes unmittelbar vor einem Wechsel nach Saudi-Arabien, er wird sich dem Klub Al-Ettifaq anschließen. Die Verhandlungen, auch mit dem SSC Neapel, sind abgeschlossen, der Medizincheck auch. Der Vertrag mit den Hessen, die eine Angel nach Innenverteidiger Jerome Onguene (RB Salzburg) ausgeworfen haben, wird aufgelöst. Das unerfreuliche Kapitel Younes ist somit geschlossen. THOMAS KILCHENSTEIN/DPA

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