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Trainerin setzt auf Blockbildung

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(sid). Mit Alexandra Popp als Anführerin, aber Almuth Schult nur auf der Bank sollen Deutschlands Fußballerinnen bei der EM in England wieder um den Titel kämpfen. »Wenn wir unsere Stärken auf den Platz bringen, können wir ganz weit kommen«, sagte die gut gelaunte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bei der Präsentation ihres erweiterten 28er-Kaders in Frankfurt:

»Dann wird es schwer sein, diese deutsche Mannschaft zu schlagen.«

Für die Endrunde vom 6. bis 31. Juli setzt Voss-Tecklenburg auf eine »gute Mischung aus erfahrenen Leadertypen und Unbekümmertheit« mit je acht Spielerinnen des Double-Gewinners VfL Wolfsburg und Vizemeister Bayern München. Während Kapitänin Popp (113 Länderspiele) als »Keyplayer« vorneweg marschieren soll, bleibt für Schult (beide Wolfsburg) nur die Reservistenrolle hinter Merle Frohms. »Merle Frohms ist seit drei Jahren unsere Nummer eins. Von daher ändert sich an diesem Status gar nichts«, stellte Voss-Tecklenburg klar. Frohms (Eintracht Frankfurt) hat die Rolle im DFB-Tor nach der WM 2019 übernommen, als Schult wegen Schulter-OP und Babypause fehlte. Zuletzt hatte die 31-Jährige erklärt, sie habe den Kampf um die Nummer eins noch nicht aufgegeben.

Traumziel bleibt das Finale im Wembley-Stadion. Die DFB-Auswahl trifft aber schon in der anspruchsvollen Gruppe B auf Vize-Europameister Dänemark (8. Juli), Mitfavorit Spanien (12. Juli/beide London-Brentford) und Finnland (16. Juli/Milton Keynes). Kompensieren muss das DFB-Team im Mittelfeld die Ausfälle von Spielmacherin Dzsenifer Marozsan (Lyon/Kreuzbandriss) und Melanie Leupolz (Chelsea/Schwangerschaft).

Am Pfingstsonntag startet die Vorbereitung auf dem neuen DFB-Campus. Bis auf Popp, erst im April nach langer Knieverletzung ins DFB-Team zurückgekehrt, dürfen die hoch belasteten Wolfsburgerinnen noch pausieren. Sie stoßen zu den Lehrgängen in Herzogenaurach (12. bis 18. Juni und 21. bis 29. Juni) dazu, im Anschluss an den ersten wird auf 23 Spielerinnen reduziert. Die Generalprobe steigt am 24. Juni in Erfurt gegen EM-Teilnehmer Schweiz.

Der 28er-Kader / Tor: Ann-Katrin Berger (Chelsea, 3 Länderspiele), Merle Frohms (Frankfurt, 26), Almuth Schult (Wolfsburg, 64), Martina Tufekovic (Hoffenheim, 0); Abwehr: Sara Doorsoun (36/1 Tor), Sophia Kleinherne (beide Frankfurt, 16/0), Jana Feldkamp (Hoffenheim, 13/0), Giulia Gwinn (26/3), Marina Hegering (19/3), Maximiliane Rall (alle München, 8/0), Kathrin Hendrich (45/5), Felicitas Rauch (beide Wolfsburg, 20/3); Mittelfeld/Angriff: Nicole Anyomi (7/0), Laura Freigang (13/9), Sjoeke Nüsken (alle Frankfurt, 9/2), Jule Brand (15/4), Chantal Hagel (beide Hoffenheim, 3/0), Klara Bühl (23/9), Linda Dallmann (44/11), Sydney Lohmann (11/1), Lina Magull (59/18), Lea Schüller (alle München, 38/25), Sara Däbritz (Paris, 85/17), Svenja Huth (65/13), Lena Lattwein (16/0), Lena Oberdorf (26/3), Alexandra Popp (113/53), Tabea Waßmuth (alle Wolfsburg, 15/5).

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