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Trainer-Ikone

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Gerd Schädlich © DPA Deutsche Presseagentur

(sid). Gerd Schädlich war alles andere als ein Lautsprecher. Ein Fußballlehrer, der unaufgeregt mit Ruhe und Akribie seine Arbeit verrichtete, dabei dem Freistaat Sachsen immer die Treue hielt. In der Nacht zum Samstag ist der Erfolgscoach im Alter von 69 Jahren gestorben. Sein Tod sorgte vor allem bei seinen Ex-Klubs Chemnitzer FC, Erzgebirge Aue und FSV Zwickau für tiefe Trauer und Bestürzung.

Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC, fand die richtigen Worte in ihrer Einschätzung der Person des Verstorbenen: »Gerd Schädlich war eine Konstante, ein Mensch und Arbeiter, der still und immer ohne Aufsehen um seine Person für den Verein da war und dessen Erfolg über alles stellte.«

Durch seine ruhige »und fast schon väterliche Ausstrahlung« habe man sich in seiner Gegenwart stets wertgeschätzt gefühlt, geachtet und unterstützt, so Polster: »Mit dem heutigen Tag haben wir einen ganz großen Fußballer, Menschen und Freund verloren.« Seiner sächsischen Heimat blieb der bodenständige Erfolgstrainer stets verbunden.

Schädlich musste seine aktive Laufbahn als Spieler aufgrund einer schweren Verletzung bereits mit 25 Jahren beenden. Beim FC Erzgebirge war er acht Jahre lang Trainer. Er führte den FSV Zwickau und Aue in die 2. Bundesliga. Zuletzt war er Coach des Chemnitzer FC. Von 2014 bis 2016 amtierte Schädlich als Scout beim Halleschen FC. Dort konnte er nach eigener Aussage »etws abtrainieren«. Entzugserscheinungen habe er keine gehabt FOTO: DPA

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