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Petrissa Solja und Patrick Franziska freuen sich über ihren Sieg.

Solja/Franziska holen erstes Gold

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(dpa). Petrissa Solja standen Tränchen in den Augen, als sie Patrick Franziska nach dem verwandelten Matchball abklatschte. Geschafft! Olympia erreicht! Das Tischtennis-Mixed hat bei den Europaspielen in Minsk am Dienstag die erste Goldmedaille für das deutsche Team geholt, das zuvor drei Bronzemedaillen für sich verbucht hatte. Doch wichtiger als Gold in Minsk war für das Paar, dass es damit den Weg nach Tokio ebnete. "In den entscheidenden Momenten waren wir saugut", sagte Franziska.

Zuvor war Timo Boll (38) im Duell der Altmeister gegen Wladimir Samsonow (43) der Sprung ins Halbfinale der Einzelkonkurrenz gelungen. Auch Han Ying steht am Mittwoch in der Vorschlussrunde. Beiden fehlt noch ein Sieg zur Olympia-Qualifikation. Die Judoka enttäuschten abermals, als sie in der ersten Runde des Mixed-Wettbewerbs an Österreich scheiterten. Besser lief es für die Rennkanuten, die angeführt vom dreimaligen Olympiasieger Sebastian Brendel sieben von neun Booten in die Finals brachten. Freistil-Ringer Ahmed Dudarov (bis 86 kg) unterlag im Halbfinale und kämpft am Mittwoch um Bronze.

Dreimal 11:4, 13:33 Minuten - schon waren Franziska/Solja mit den Rumänen Ovidio Ionescu und Bernadette Szocs fertig. Dabei hatte Bundestrainer Jörg Roßkopf zuvor noch "ein sehr offenes Spiel" angekündigt. Solja fand den Auftritt "fast perfekt". Nach ihrem Aus im Einzel-Viertelfinale am Nachmittag gegen die Portugiesin Yu Fu war sie "noch etwas traurig", wie sie sagte, doch diese Enttäuschung wandelte sie in Energie um. Im Mixed war sie "extraheiß", wie Franziska feststellte.

Boll und Samsonow hatten zuvor eine große Show geliefert. "Timo musste sein bestes Tischtennis zeigen", sagte Roßkopf nach dem hart umkämpften Sieg in 4:1 Sätzen. Die beiden Routiniers rätselten nach ihrer packenden Begegnung, wie oft sie in ihrer Karriere aufeinander getroffen sind. Auf "vielleicht 30- bis 40-mal seit 1997 oder 98" einigten sie sich. "Am Anfang hat er mich ganz schön frisch gemacht", erinnerte sich Boll, der mittlerweile die bessere Bilanz für sich reklamiert. Anders als gegen Samsonow traf Boll indes noch nie auf den Kroaten Tomislav Pucar, dem er am Mittwoch (11 Uhr MESZ) in der Vorschlussrunde gegenüber steht. "Er spielt sehr unorthodox", sagte Boll. Erst kurz vor der Partie will er den Gegner noch einmal auf Videos studieren. "Dann vergesse ich es wenigstens nicht, bis es losgeht." Das Finale findet ebenfalls am Mittwoch statt (18 Uhr).

Quelle: Gießener Allgemeine

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