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Sind die Zeiten von Tony Martin vorbei?

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Tony Martins müder Blick ging zur digitalen Zeitanzeige über dem Zielstrich – dann war es Gewissheit: wieder keine WM-Medaille im Einzelzeitfahren für ihn. Im Inn-Tal hatte der in die Jahre gekommene Rekord-Weltmeister gegen den überragenden Rohan Dennis und fünf weitere Konkurrenten keine Chance. Zwei Saisonsiege 2017, nur einen bei den nationalen Titelkämpfen in diesem Jahr, WM-Rang neun im Vorjahr, jetzt Siebter. Die Dominanz ist dahin, eine Ära scheint sich dem Ende zu nähern.

Tony Martins müder Blick ging zur digitalen Zeitanzeige über dem Zielstrich – dann war es Gewissheit: wieder keine WM-Medaille im Einzelzeitfahren für ihn. Im Inn-Tal hatte der in die Jahre gekommene Rekord-Weltmeister gegen den überragenden Rohan Dennis und fünf weitere Konkurrenten keine Chance. Zwei Saisonsiege 2017, nur einen bei den nationalen Titelkämpfen in diesem Jahr, WM-Rang neun im Vorjahr, jetzt Siebter. Die Dominanz ist dahin, eine Ära scheint sich dem Ende zu nähern.

Aber Martin steuert gegen diesen Eindruck. Nicht nur, weil er ab 2019 in einem neuen Team – wahrscheinlich LottoNL-Jumbo – noch einmal einen so genannten Neuanfang sucht. Nach seiner ersten Enttäuschung im Schatten der Hofburg sprach der 33 Jahre alte Wahlschweizer schon vom nächsten Titelrennen: "Nächstes Jahr in Yorkshire soll der Kurs ja wieder flach sein". Das war er in Innsbruck und Umgebung nicht.

"Die Steigung war brutal", sagte der gebürtige Lausitzer, den auch ein Wirbelbruch, der ihn zur Aufgabe der Tour de France gezwungen hatte, nicht davon abgebracht hatte, in Innsbruck zu starten. Für Rohan Dennis, der sogar Titelverteidiger Tom Dumoulin im Ziel nach 52,1 Kilometern über 1:21 Minuten abgenommen hatte, spielten die Details des Kurses keine Rolle. Dennis dürfte im Zeitfahren nach aktuellem Ermessen auch in Zukunft vor Martin stehen. (Foto: dpa)

Quelle: Gießener Allgemeine

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