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Schwere Aufgaben drohen

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Lothar Matthäus © Imago Sportfotodienst GmbH

(sid). Hansi Flick und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erfahren heute ihre Gegner für die Weltmeisterschaft in Katar. Ab 18 Uhr werden im Exhibition and Convention Centre von Doha die acht Gruppen für die Wüsten-WM vom 21. November bis 18. Dezember 2022 ausgelost, die 32 Mannschaften sind auf vier Lostöpfe verteilt. Der Weltverband FIFA verspricht eine große Auslosungsshow.

?Wie setzen sich die Lostöpfe zusammen?

Katar ist als Gastgeber in Topf eins gesetzt, ansonsten ist die FIFA-Weltrangliste vom 31. März für die Zusammensetzung der Lostöpfe maßgeblich. Die sieben dort am besten platzierten Teams sind mit Katar in der Lostrommel, die weiteren Töpfe wurden gemäß des Rankings gefüllt. Deutschland gehört als Zwölfter zu Topf zwei, es drohen schwere Aufgaben. Für die drei noch nicht feststehenden Teams wird es in Topf vier Platzhalter geben. Maximal dürfen zwei europäische Mannschaften in der Vorrunde aufeinandertreffen, direkte Duelle in anderen Konföderationen sind ausgeschlossen.

?Welche Hochkaräter drohen der deutschen Mannschaft?

Cristiano Ronaldo, Lionel Messi - oder doch Kylian Mbappe? Die DFB-Elf muss sich wohl auf mindestens einen Hammergegner einstellen. In Topf eins sind neben Titelverteidiger Frankreich weitere große Nationen wie eben Messis Argentinier, Ronaldos Portugiesen, der Weltranglistenerste Brasilien, England, Spanien oder Belgien. Katar wäre daraus der einzig dankbare Gegner. Im schlimmsten Fall droht Deutschland eine Gruppe mit Brasilien, Polen mit Weltfußballer Robert Lewandowski, Kamerun oder alternativ mit Frankreich, Sadio Manes Senegal und Ecuador. Mit Losglück wäre aber auch eine Vorrunde mit Katar, Serbien und Ghana möglich.

?Wie blickt man beim DFB auf die Auslosung?

Bundestrainer Flick reiste trotz der drohenden Hammergruppe gelassen an den Persischen Golf. »Ich habe schon einige Auslosungen mitgemacht. Wir fahren dort hin, werden uns die Sache angucken und schauen, was wir zugelost bekommen, und werden uns auf die Aufgabe top vorbereiten«, sagte der 57-Jährige. Wichtiger als die Gegner ist ihm angesichts der bis 13. November angesetzten Bundesligaspiele ohnehin fast der Termin der ersten Partie. Während Gruppe A und B bereits am 21. November loslegen, sind die Teams aus Gruppe G und H erst am 24. November gefordert. Dann wäre noch ein kurzes Trainingslager möglich.

?Warum stehen drei Teilnehmer noch nicht fest?

Die letzten Qualifikationsspiele sind erst in der Länderspielphase im Juni angesetzt. So werden die interkontinentalen Playoffs mit den Duellen Costa Rica gegen Neuseeland und von Peru gegen den Sieger der Partie Vereinigte Arabische Emirate und Australien erst am 13. und 14. Juni in Katar ausgespielt. Auch das letzte europäische Ticket über die Playoffs ist noch zu vergeben. Das Halbfinale der Ukraine gegen Schottland war wegen des Angriffskriegs Russlands von März auf Juni verschoben worden, als Finalgegner steht Wales bereits fest.

?Wo ist die Auslosung in Deutschland zu sehen?

Die ARD überträgt am Freitag ab 17.55 Uhr live im Free TV. Die FIFA bietet zudem auf ihrer Homepage einen Live- stream an. Unter anderem wird der deutsche 1990er Weltmeister Lothar Matthäus als Losfee fungieren.

?Was ist bei der WM sonst noch besonders?

Nach nur 28 Tagen wird der neue Weltmeister gekrönt - das Turnier dauert damit vier Tage weniger als noch die WM 2018 in Russland. Ein Team aus den Gruppen A und B hat damit auf dem möglichen Weg ins Finale drei Tage mehr frei als Mannschaften aus den Gruppen G und H. FOTO: IMAGO

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