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Schnell, schneller, Kerber

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Auf das traditionelle Geburtstagsständchen musste Angelique Kerber in der Rod-Laver-Arena verzichten. Anscheinend hatte den australischen Tennisfans die Überlegenheit der deutschen Wimbledonsiegerin die Sprache verschlagen. Kerber, seit Freitag 31 Jahre alt, konnte es verkraften, das 6:1, 6:0 gegen Lokalheldin Kimberly Birrell in nur 58 Minuten war Geschenk genug.

Auf das traditionelle Geburtstagsständchen musste Angelique Kerber in der Rod-Laver-Arena verzichten. Anscheinend hatte den australischen Tennisfans die Überlegenheit der deutschen Wimbledonsiegerin die Sprache verschlagen. Kerber, seit Freitag 31 Jahre alt, konnte es verkraften, das 6:1, 6:0 gegen Lokalheldin Kimberly Birrell in nur 58 Minuten war Geschenk genug.

Gegen die gebürtige Düsseldorferin hatte Deutschlands Sportlerin des Jahres noch weniger Probleme als in ihren ersten beiden Runden, ihre Auftritte erinnern an die Dominanz der Tennis-Ikone Steffi Graf. Der Unterschied von 238 Plätzen im Ranking drückte sich in jeder Phase der Begegnung aus. Die Weltranglistenzweite sparte Kraft für ihre Partie am Sonntag, die kniffliger werden könnte. In der Runde der besten 16, die Kerber zum sechsten Mal in ihrer Karriere erreichte, wartet Danielle Collins aus den USA. Die Nummer 35 des WTA-Rankings hatte in Melbourne zum Auftakt überraschend mit ihrem ersten Grand-Slam-Erfolg Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 14) aus dem Turnier geworfen und setzte ihren Lauf fort. Am Freitag ließ Collins der an Position 19 gesetzten Caroline Garcia aus Frankreich beim 6:3, 6:2 kaum eine Chance.

An das bislang einzige Duell mit der ehemaligen College-Spielerin aus St. Petersburg/Florida hat Kerber jedoch gute Erinnerungen. 2018 deklassierte sie Collins beim Rasenturnier im englischen Eastbourne mit 6:1, 6:1, wenig später erfüllte sie sich mit dem Titel in Wimbledon einen Kindheitstraum.

Bei ihrem Triumphzug im All England Club hatte Kerber stets betont, sich nur auf das nächste Match zu konzentrieren – und auch bei den Australian Open, die sie 2016 gewonnen hatte, wiederholt sie stets dieses Mantra. Ihr Team um Trainer Rainer Schüttler, 2003 in Melbourne der letzte deutsche Finalist im Herreneinzel, wird das Tableau jedoch genau im Blick haben. So scheint Maria Scharapowa wiedererstarkt zu sein. Die Russin warf im Duell der früheren Weltranglistenersten Titelverteidigerin Caroline Wozniacki aus dem Wettbewerb. Scharapowa gewann 6:4, 4:6, 6:3 und zog zum ersten Mal nach ihrer Dopingsperre ins Achtelfinale der Australian Open ein. Dort trifft sie auf die Publikumsfavoritin Ashleigh Barty.

Bei den Herren kam Titelverteidiger Roger Federer problemlos weiter. Der Sieger der beiden vergangenen Jahre gewann in seinem 100. Match in der Rod-Laver-Arena 6:2, 7:5, 6:2 gegen den Amerikaner Taylor Fritz. Der 37-Jährige aus der Schweiz trifft nun auf den Griechen Stefanos Tsitsipas. Rafael Nadal feierte vor Kerbers Auftritt beim 6:1, 6:2, 6:4 gegen den 19-jährigen Australier Alex de Minaur seinen 250. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier und bekommt es am Sonntag mit Tomas Berdych aus Tschechien zu tun.

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