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Popp beanstandet mangelnde Unterstützung

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(sid). Nationalmannschaftskapitänin Alexandra Popp hat erneut unzureichende Bedingungen in der Frauen-Bundesliga beanstandet und die großen Fußballvereine in die Pflicht genommen. »Es gibt Teams, die drei Stunden vor einer Einheit nicht wissen, auf welchem Platz oder in welchem Ortsteil sie trainieren, die keinen festangestellten Physiotherapeuten haben oder bei denen die Mädels ihre Trainingskleidung selbst waschen müssen«, sagte die 31-Jährige vom VfL Wolfsburg im Interview mit Eurosport.

de.

Die Unterstützung für Frauen-Abteilungen sei teils stark ausbaufähig. »Man müsste die vorhandene Infrastruktur aus den Männerbereichen besser nutzen, seien es die Krafträume oder die Reha-Abteilungen, die zusammen verwendet werden können. Trainingsplätze gibt es en masse bei den Bundesligisten der Männer. Ich glaube schon, dass man da ein, zwei Plätze an die Frauen abgeben kann«, sagte die Vizeeuropameisterin, die aber ihre Wolfsburger bei den Rahmenbedingungen »stark aufgestellt« sieht.

Auch im Marketing-Bereich müsse stärker kooperiert werden, findet die 121-malige Nationalspielerin. »Das sind Punkte, die einfach umzusetzen wären. Da werden die Frauen aber immer noch in den Schatten gerückt und es heißt: Nein, das dürft ihr jetzt nicht«, sagte Popp vor dem Topspiel am Freitagabend zwischen Spitzenreiter Wolfsburg und dem Tabellenzweiten Bayer Leverkusen, das die Norddeutschen klar mit 6:1 gewannen. Popp wurde in Minute 66 eingewechselt. Die Tore erzielten für Wolfsburg Jill Roord (13.), Ewa Pajor (28.), Lena Oberdorf (56.), Felicitas Rauch (72.) und Sveindis Jonsdottir (74., 75.). Für Bayer traf Jill Bayings (30.) zwischenzeitlich.

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