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Hoffenheims Sebastian Rudy (r.) rasselt hier zunächst mit Moldes Martin Ellingsen aneinander und scheidet mit seiner TSG in der Folge aus der Europa League aus.

Peinliches Europacup-Aus

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(sid). Peinliches Aus statt größter Kluberfolg: Die TSG Hoffenheim hat nach einem desaströsen Grusel-Kick den erstmaligen Einzug in ein Europacup-Achtelfinale verpasst. Die maßlos enttäuschenden Kraichgauer unterlagen im Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League 0:2 (0:1) gegen den viermaligen norwegischen Meister Molde FK.

Eirik Ulland Andersen (20. und 90.+4) traf zweimal für den krassen Außenseiter Molde. Nach dem 3:3 (3:1) im Hinspiel galten die nach wie vor personell gebeutelten Hoffenheimer trotz des Ausfalls von zehn Profis als klare Favoriten auf den Einzug in die nächste Runde. Nun geht die Auslosung am Freitag ohne die TSG über die Bühne.

»Ein Weiterkommen wäre für uns als Klub, für uns als Team und für mich persönlich ein großer Erfolg«, hatte Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß vor der Partie gesagt: »Dann hätten wir etwas Historisches geschafft.«

Beim Geisterspiel in Sinsheim waren die Gastgeber zu Beginn deutlich überlegen. Die Hoffenheimer, die mit fünf Siegen aus sechs Partien, 16 Punkten und 17:2 Toren die zweitbeste Gruppenphase eines Bundesligisten hatten, schnürten die Norweger in deren Hälfte ein. Florian Grillitsch vergab die erste Möglichkeit (5.).

Kurz darauf hatte Bayern-Leihgabe Chris Richards die Führung auf dem Kopf. Der Verteidiger konnte aber ebenso wenig vollstrecken wie Munas Dabbur Sekunden später (beides 15.). Die mangelhafte Chancenverwertung wurde umgehend bestraft. Ulland Andersen traf beim ersten gefährlichen Vorstoß der Gäste.

Der Rückstand verunsicherte die Hoffenheimer, die für mehrere Minuten komplett ihre Linie verloren. Dabbur hätte für Beruhigung sorgen können, der Israeli scheiterte aber per Kopf am starken Molde-Torwart Andreas Linde (29.). Bis zur Pause fiel den Kraichgauern gegen defensivstarke Norweger nicht mehr viel ein.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war es erneut Dabbur, der an Linde scheiterte (48.). Kurz darauf brachte Hoeneß seinen zuletzt angeschlagenen Star Andrej Kramaric (56.). Doch auch der kroatische Vizeweltmeister brachte keine Wende. Den Gastgebern fehlten Ideen und Tempo zum Weiterkommen.

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