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Groß ist der Jubel bei Leverkusens Siegtorschütze Moussa Diaby, der von Nadiem Amiri (hinten) gefeiert wird.

Ohne Umweg ins Achtelfinale

(sid). Als nach zwei späten Toren der Schlusspfiff ertönte, fiel Robert Andrich seinem Teamkollegen Jonathan Tah um den Hals. Dann feierten die Fans von Bayer Leverkusen den Doppeltorschützen mit Sprechchören. Mit seinen beiden Treffern (16./82.) hatte der 27-Jährige wesentlich zum 3:2 (1:1)-Sieg gegen Celtic Glasgow beigetragen, der der Werkself den direkten Einzug ins Achtelfinale der Fußball-Europa-League bescherte.

Perfekt machte den Gruppensieg aber erst Moussa Diaby mit seinem Tor in der 87. Minute. Damit geht die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane den »Absteigern« aus der Champions League in der Zwischenrunde aus dem Weg und kann im abschließenden Gruppenspiel bei Ferencvaros Budapest rotieren.

Josip Juranovic (40., Foulelfmeter nach Videobeweis) hatte zwischenzeitlich für den 51-maligen schottischen Meister ausgeglichen, Jota (56.) die Gäste sogar in Führung gebracht. Glasgow muss als Dritter mit der neu geschaffenen Conference League Vorlieb nehmen.

Leverkusen riss die Partie von Beginn an an sich, ohne dabei zunächst trotz deutlicher Überlegenheit gefährlich zu werden. Bei den ersten beiden Annäherungsversuchen scheiterte Andrich einmal bei einem abgefälschten Schuss und dann per Kopf bei der folgenden Ecke (10.). Die Führung lag gegen einen sehr defensiven Gast aus Schottland in der Luft. Nach einer Ecke des Jung-Nationalspielers Florian Wirtz drückte Andrich den Ball platziert ins lange Ecke zur verdienten Führung. Auch in der Folge spielte Bayer vor 19 830 Zuschauern überlegen, ohne sich zunächst weitere Chancen herauszuspielen.

Die zahlreich mitgereisten Celtic-Fans brachten sich vielleicht auch deshalb zunächst lieber mit dem Evergreen »Last Christmas« abseits des Spielgeschehens in Weihnachtsstimmung. In Ekstase verfiel der Gästeblock erst, als der griechische Schiedsrichter Anastasios Sidiropoulos nach einem Foul von Bayer-Keeper Lukas Hradecky an Kyogo Furuhashi nach Videostudium auf Elfmeter entschied. Diesen verwandelte Juranovic mit etwas Glück. Kurz vor der Pause hätte Leverkusen die Führung wieder herstellen müssen: Erst traf Diaby das Lattenkreuz, den Nachschuss setzte Wirtz mit dem Außenrist an den Außenpfosten (44.).

Nach den Seitenwechsel zögerte Amine Adli vor dem leeren Tor, sodass der ehemalige englische Nationaltorhüter Joe Hart ihm noch den Ball vom Fuß nehmen konnte (53.). Dies rächte sich, als Jota freistehend den zweiten Torschuss der Gäste abgeklärt ins lange Eck einschob. Adli und Paulinho (74.) vergaben gute Chancen auf den Ausgleich. Dann trafen Andrich und Diaby.

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