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Nach Krimi im Halbfinale

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Christopher Rühr jubelt nach seinem Treffer im Penaltyschießen. © DPA Deutsche Presseagentur

(sid). Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft kann nach einer furiosen Aufholjagd weiter auf den ersten WM-Titel seit 17 Jahren hoffen. Das Team von Bundestrainer Andre Henning setzte sich am Mittwoch gegen England im Penaltyschießen mit 4:3 durch, nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 (0:1) gestanden. Deutschland zog somit erstmals seit 2010 wieder ins Halbfinale ein und trifft dort am Freitag auf den Weltranglistenersten Australien (12 Uhr DAZN).

Kapitän Mats Grambusch (57.) und dessen drei Jahre jüngerer Bruder Tom per Siebenmeter (58.) retteten die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) mit ihren Treffern in der Schlussphase in das Penaltyschießen. Zuvor hatten Zachary Wallace (11.) und Liam Ansell nach einer Strafecke (32.) im indischen Bhubaneswar für die englische Nationalmannschaft getroffen.

Im Shootout waren schließlich Niklas Wellen, Hannes Müller, Thies Prinz und Christopher Rühr für das DHB-Team erfolgreich, das zuletzt 2006 den WM-Titel gewann. Torhüter Jean-Paul Danneberg machte mit einer starken Parade den Einzug in das Halbfinale perfekt.

»Ich bin stolz darauf, was für eine grandiose Mentalität dieses Team entwickelt hat«, sagte Bundestrainer Henning: »Kurz vor Schluss noch 0:2 hinten, dann noch einen Siebenmeter an die Latte geknallt - da hat kein Mensch mehr an uns geglaubt. Wir aber schon.« Die Mannschaft habe »unter Druck ihr bestes Hockey gespielt«.

»Es war verrückt«, sagte Schlussmann Danneberg, der insgesamt zwei Treffer im Penaltyschießen verhinderte, im Interview mit der FIH: »Man kann ein Shootout nicht richtig trainieren, es ist jedes Mal anders.«

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